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DIHK kritisiert US-Ankündigung auf Zollerhöhungen für Autoimporte scharf

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ankündigung der US-Regierung, Zölle auf Automobile stark erhöhen zu wollen, scharf kritisiert.

Verhandlungen mit US-Handelsminister Ross in Paris

Verhandlungen mit US-Handelsminister Ross in Paris

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ankündigung der US-Regierung, Zölle auf Automobile stark erhöhen zu wollen, scharf kritisiert. Aspekte der nationalen Sicherheit als Begründung anzuführen, sei "konstruiert und an den Haaren herbeigezogen", erklärte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Donnerstag. "Wir müssen das schon fast als Provokation werten."

Investitionen und Jobs, die deutsche Hersteller in den USA schaffen, würden in Washington vollkommen außer Acht gelassen, kritisierte Schweitzer weiter. "Sollten die Zölle am Ende wirklich kommen, wird dies Mehrbelastungen von mehr als sechs Milliarden Euro pro Jahr bedeuten."

Letztlich würde dies nicht nur die deutschen Hersteller treffen, sondern auch die Verbraucher in den USA, warnte der DIHK-Präsident. "Ich gewinne immer mehr den Eindruck, als würden die USA nicht mehr an Wettbewerb um Ideen und Kunden glauben, sondern nur noch an das Recht des vermeintlich Stärkeren. Es erfüllt mich mit großer Sorge, dass die USA sich immer weiter vom freien und fairen Welthandel entfernen."

US-Handelsminister Wilbur Ross hat angekündigt, er habe vor dem Hintergrund der nationalen Sicherheit eine Prüfung zum Handel mit Autos eingeleitet. Eine solche Prüfung würde die rechtliche Grundlage für die Einführung von Zöllen bilden, falls das Handelsministerium in den Importen eine Gefahr für die nationale Sicherheit sieht. Laut "Wall Street Journal" erwägt die Regierung einen Aufschlag von 25 Prozent auf die Einfuhr von Autos.

AFP

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