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Ditib-Vorsitzender: Moscheegemeinden nach Straftaten "in höchstem Maße besorgt"

Nach der Bombendrohung gegen seine Kölner Zentralmoschee und weiteren islamfeindlichen Straftaten in den vergangenen Tagen beobachtet der türkisch-islamische Verband Ditib eine wachsende Beunruhigung

Ditib-Vorsitzender Kazim Türkmen beim Interview

Ditib-Vorsitzender Kazim Türkmen beim Interview

Nach der Bombendrohung gegen seine Kölner Zentralmoschee und weiteren islamfeindlichen Straftaten in den vergangenen Tagen beobachtet der türkisch-islamische Verband Ditib eine wachsende Beunruhigung in den Moscheegemeinden. Die Mitglieder der Ditib-Gemeinden seien "in höchstem Maße besorgt" und ihr "Sicherheitsempfinden empfindlich gestört", sagte der Ditib-Vorstandsvorsitzende Kazim Türkmen am Mittwoch vor Journalisten in Köln.

Mit Blick auf die Bombendrohung am Dienstag in Köln und jüngste Übergriffe in Ditib-Moscheen in Schleswig und Karlsruhe bekräftigte Türkmen, Deutschlands größter islamischer Dachverband werde sich "nicht einschüchtern lassen" und weiterhin einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben leisten. Wegen der Bombendrohung per Email hatte die Polizei die Kölner Zentralmoschee geräumt und durchsucht, aber nichts Verdächtiges gefunden.

In dem Kölner Fall wird ebenso weiter ermittelt wie nach einem Zwischenfall in Karlsruhe, wo Unbekannte in der Nacht zum Dienstag vor einer Moschee eine Ditib-Fahne von einem Flaggenmast herabgeholt und angezündet hatten. Bereits am 3. Juli waren in einer Moschee in Schleswig Sachbeschädigungen begangen worden. Dabei wurden Seiten aus dem Koran in die Toilette geworfen.

AFP
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