"Ich bin ein Mann, der nichts zu befürchten hat", fügte Rocha Moya hinzu. Er ist der erste mexikanische Gouverneur, der während seiner Amtszeit von den USA des Drogenhandels bezichtigt wurde. Außer Rocha Moya lud die Generalstaatsanwaltschaft neun weitere Amtsträger im Bundesstaat Sinaloa vor, denen die USA ebenfalls Verwicklung in den Drogenhandel vorwerfen. Zwei von ihnen stellten sich bereits den US-Behörden.
Der Fall Rocha Moya belastet die Beziehungen zwischen Mexiko-Stadt und Washington in einer Zeit, in der gerade über eine Überarbeitung des trilateralen Handelsabkommens zwischen Mexiko, den USA und Kanada verhandelt wird. Mexikos Staatschefin Sheinbaum verlangt von den USA Beweise für Rocha Moyas Schuld. Zugleich hat sie versichert, dass ihre Regierung keine Politiker schütze, die Verbindungen zum organisierten Verbrechen unterhalten.
Das Sinaloa-Kartell ist eine von sechs mexikanischen Drogenbanden, die von der Regierung von US-Präsident Donald Trump als ausländische terroristische Vereinigungen eingestuft wurden. Die US-Regierung setzt Sheinbaum unter Druck, im Kampf gegen die mexikanischen Drogenkartelle ein Einschreiten der USA etwa in Form von Drohnen- oder Militäreinsätzen zuzulassen.