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Elf Festnahmen bei Antiterrorrazzia im Rhein-Main-Gebiet

Mit der Festnahme von elf Verdächtigen bei einer Antiterrorrazzia am Freitag in Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Sicherheitsbehörden offenbar Vorbereitungen für einen islamistischen Anschlag

Polizeibeamte

Polizeibeamte

Mit der Festnahme von elf Verdächtigen bei einer Antiterrorrazzia am Freitag in Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Sicherheitsbehörden offenbar Vorbereitungen für einen islamistischen Anschlag durchkreuzt. Bei den Hauptbeschuldigten handelt es sich um einen 21-Jährigen aus Offenbach und zwei 31-jährige Brüder aus Wiesbaden, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main am Freitag mitteilte. Sie sollen der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet angehören.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen gemeinsam verabredet haben, einen "islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag" zu verüben und dabei so viele "Ungläubige" wie möglich zu töten, wie die Ermittlungsbehörde weiter berichtete. Zur Vorbereitung des Anschlags sollen sie bereits Kontakt zu verschiedenen Waffenhändlern aufgenommen, ein größeres Fahrzeug angemietet und Vermögenswerte gesammelt haben, um diese für den Ankauf von Schusswaffen und die Begehung der geplanten Morde zu verwenden.

Laut Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen aktuell gegen zehn Beschuldigte aus Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Mainz im Alter zwischen 20 und 42 Jahren. Ihnen werden Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen zur Last gelegt. Die Festgenommenen sollten noch am Freitagnachmittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt am Main vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden sollte.

Bei den Durchsuchungen wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, darunter über 20.000 Euro Bargeld, mehrere Messer, kleinere Mengen Drogen sowie eine Vielzahl schriftlicher Unterlagen und elektronischer Datenträger. An der Razzia am Freitagmorgen waren insgesamt etwa 200 Beamte des hessischen Landeskriminalamtes und weiterer Polizeidienststellen sowie Spezialeinheiten aus Hessen und anderen Bundesländern beteiligt.

AFP