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Energiekonzern RWE rechnet nicht vor 2045 mit Kohleausstieg

Der Energiekonzern RWE rechnet nicht mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung vor 2045.

Bagger in einem Tagebau

Bagger in einem Tagebau

Der Energiekonzern RWE rechnet nicht mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung vor 2045. Die Pläne des Konzerns mit der Kohle gingen bis zu diesem Jahr, sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz der "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. 25 Jahre für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung seien zudem "nicht besonders lang". Der Ausstieg aus der Steinkohle habe 30 Jahre gebraucht.

Greenpeace kritisierte die Äußerungen und erklärte, Schmitz versuche ein "weiter so" als Kohleausstieg zu verkleiden. Ein Strukturwandel brauche Zeit, die Klimakrise jedoch "lässt uns keine Zeit", sagte Greenpeace-Sprecher Tobias Münchmeyer am Donnerstag. Diesen Widerspruch müsse die Kohlekommission auflösen und Schmitz dürfe diesen Prozess nicht "weiter sabotieren".

Die Kohlekommission tagt derzeit in verschiedenen Braunkohlerevieren des Landes. Sie soll in den kommenden Wochen ein Konzept zum Kohleausstieg erarbeiten, das auch den Wegfall der Arbeitsplätze in der Branche berücksichtigt.

Der SPD-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag, Thomas Kutschaty, forderte vom Bund umfangreiche Ausgleichszahlungen für den Ausstieg aus der Braunkohle. "Es darf nicht sein, dass NRW mit einem Kleckerbetrag für den Verlust der Arbeitsplätze in der Braunkohle abgefunden wird", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Donnerstag. "Wir brauchen allein für NRW einen deutlichen zweistelligen Milliardenbetrag."

Bislang ist geplant, dass sich NRW und der Osten 1,5 Milliarden Euro teilen sollen. Die Ostländer bezifferten ihren eigenen Bedarf an Ausgleichszahlungen allerdings bereits auf 60 Milliarden Euro. In dieser Frage sei auch mehr Engagement von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nötig, forderte Kutschaty.

AFP
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