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Eon: Auf eine Ladestation kommen derzeit nur 4,5 Elektroautos

In Deutschland kommen derzeit auf eine öffentlich zugängliche Ladestation durchschnittlich 4,5 reine Elektroautos.

Auftanken eines Tesla

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In Deutschland kommen derzeit auf eine öffentlich zugängliche Ladestation durchschnittlich 4,5 reine Elektroautos. Da die Stationen in der Regel mehrere Ladepunkte hätten, könnten sie rechnerisch "knapp dreimal so viele E-Autos versorgen, wie in Deutschland bereits angemeldet sind", erklärte die Geschäftsführerin von Eon Energie Deutschland, Victoria Ossadnik. Eon beruft sich bei seiner Auswertung, die AFP am Freitag in Berlin vorlag, auf amtliche Daten.

Demnach waren zum Jahresanfang in Deutschland knapp 54.000 reine Elektroautos zugelassen, für die es bundesweit mehr als 12.000 Ladestationen gibt. Das "gängige Vorurteil", es gebe zu wenig Stationen, lasse sich nicht bestätigen, erklärte Eon. Auch die Nationale Plattform Elektromobilität empfehle für das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos rund 80.000 Ladestationen inklusive Schnellladern, also einen Schnitt von 12,5 Autos pro Station, argumentierte Eon.

Allerdings ist die regionale Verteilung der Stationen unterschiedlich, auch innerhalb der Bundesländer. So gab es Anfang Juli laut der Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur in Deutschland weiterhin mehrere Landkreise ohne einen einzigen öffentlich zugänglichen Ladepunkt, auch in eigentlich gut versorgten Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg oder in der Landeshauptstadt Schwerin. Es kann also durchaus größere Entfernungen zwischen den Stationen oder zwischen dem Wohnort und der nächstgelegenen öffentlichen Station geben.

"Uns liegt vor allem auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur in ländlichen Gebieten am Herzen", erklärte denn auch Eon. Die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur zeigt insgesamt noch eine starke Konzentration auf Großstädte und Ballungsgebiete.

Bei den absoluten Zulassungszahlen von E-Autos ist den Zahlen zufolge Bayern Spitzenreiter, dort rollten zuletzt knapp 13.000 E-Autos. Die Zahl der Autos pro Ladestation betrug dort 5,62. Deutlich weniger Autos müssen sich in Mecklenburg-Vorpommern eine Ladestation teilen (1,88), wo nach zuletzt verfügbaren Daten aber auch insgesamt nur 418 rein elektrisch betriebene E-Autos zugelassen waren.

Insgesamt liegt die Quote von E-Autos in Deutschland gemessen an der Zahl der Zulassungen bei geringen 0,12 Prozent. Die höchste Länderquote hat Hamburg mit 0,18 Prozent, gefolgt von den südlichen Ländern Bayern und Baden-Württemberg sowie Berlin mit 0,16 bis 0,17 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit 0,04 bis 0,06 Prozent. Spitzenreiter unter den Städten bei der E-Auto-Quote ist Wolfsburg, die Heimat des E-Golfs, mit 0,46 Prozent. Stuttgart kommt auf 0,40 Prozent.

Eon wertete für seine Zusammenstellung die Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamts aus und ermittelte die Zahl der Ladestationen in Deutschland mit Stand Ende Juni.

Das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos bis 2020 war 2008 ausgegeben worden und ist offiziell als Richtgröße weiterhin gültig. Allerdings räumen Regierungsvertreter ein, dass ein Erreichen des Ziels angesichts des hohen Rückstands mittlerweile unrealistisch ist. Jedoch haben sich zumindest die Zuwachsraten für E-Autos wie auch bei den Ladesäulen zuletzt deutlich erhöht.

AFP

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