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Erdogan: Trumps Jerusalem-Entscheidung setzt die Region in Brand

Die Türkei hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vehement kritisiert.

Protest gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung in Istanbul

Protest gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung in Istanbul

Die Türkei hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung als Hauptstadt Israels vehement kritisiert. "Eine solche Entscheidung stürzt die Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer", warnte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor einer Abreise nach Athen. "Hey Trump, was machst du? Was soll dieses Vorgehen? Politiker sollten für Versöhnung und nicht für Chaos sorgen!"

Erdogan hatte den US-Präsidenten bereits in den vergangenen Tagen in scharfen Worten vor der Jerusalems als Hauptstadt Israels und der Verlegung der US-Botschaft aus Tel Aviv gewarnt. Als amtierender Vorsitzender der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) lud er die Mitglieder für kommenden Mittwoch zu einem Gipfel in Istanbul ein, um über das weitere Vorgehen in der Frage zu beraten.

Am Mittwochabend versammelten sich rund 1500 Demonstranten vor dem US-Konsulat in , um gegen Trumps Entscheidung zu protestieren. Dabei riefen sie Slogans gegen die USA und Israel und schrieben "Befreit Palästina" auf die Außenmauer des Konsulats. Die Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt stößt in der gesamten muslimischen Welt auf Empörung und droht in der Region zu Ausschreitungen zu führen.

Der Iran verurteilte Trumps Schritt als "Provokation und verrückte Entscheidung", die zu "noch mehr Wut und Gewalt" führen werde. Jerusalem sei ein "integraler Teil ", erklärte das Außenministerium in Teheran. Die palästinensische Hamas-Bewegung rief kurz darauf zu einer neuen Intifada auf. Die islamistische Bewegung hatte bereits zuvor mit einem Aufstand gedroht.

AFP