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Erdogan berät mit Merkel und Macron per Videokonferenz über Flüchtlingskrise

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Dienstag mit den Spitzen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens über die jüngste Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze und

Präsident Erdogan

Präsident Erdogan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Dienstag mit den Spitzen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens über die jüngste Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze und die Lage in der syrischen Provinz Idlib gesprochen. Darüber hinaus sei es auch um Libyen gegangen, teilte die türkische Präsidentschaft nach der Videokonferenz Erdogans mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dem französischen Präsidenten Emmanuel Marcon und dem britischen Premierminister Boris Johnson mit.

Erdogan hatte Ende Februar die Grenzen seines Landes zur EU für geöffnet erklärt. Daraufhin kam es zu einem starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze. Griechische Behörden hielten die Grenzen geschlossen und drängten Flüchtlinge teilweise unter dem Einsatz von Tränengas zurück.

Die Lage befeuerte den Flüchtlingsstreit zwischen der Türkei und der EU. Die EU wirft der Türkei vor, die Migranten als Druckmittel zu missbrauchen. Die Türkei wiederum beschuldigt die EU, ihre Zusagen aus dem im März 2016 geschlossenen Flüchtlingsabkommen nicht einzuhalten.

Wegen der Coronavirus-Pandemie fanden die Beratungen am Dienstag nicht wie geplant in Istanbul statt, sondern per Videokonferenz. "Gemeinsames Handeln gegen das Coronavirus" sei auch Thema gewesen, twitterte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. In der Türkei gibt es bislang 47 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst.

AFP

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