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Erneut Zusammenstöße bei "Gelbwesten"-Protesten in Frankreich

Bei Protesten der französischen "Gelbwesten"-Bewegung ist es in Paris erneut zu Zusammenstößen gekommen.

Polizisten und Demonstranten in Paris im Tränengasnebel

Polizisten und Demonstranten in Paris im Tränengasnebel

Bei Protesten der französischen "Gelbwesten"-Bewegung ist es in Paris erneut zu Zusammenstößen gekommen. Auf den Champs-Elysées ging die Polizei am Samstag mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die mit Helmen, Masken und Pyrotechnik ausgerüstet waren. Nahe dem Triumphbogen wurden Polizisten nach Polizeiangaben mit Steinen beworfen, auch dort setzten die Ordnungskräfte Tränengas ein.

74 Verdächtige seien in Polizeigewahrsam genommen worden, erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft. Die Polizeipräfektur sprach von rund hundert Festnahmen.

Im südfranzösischen Nîmes lieferten sich Demonstranten und Polizei ebenfalls Auseinandersetzungen. Mit Metallschilden ausgerüstete Demonstranten stießen im Stadtzentrum in Richtung der Polizisten vor, diese antworteten mit Tränengas.

Die "Gelbwesten"-Bewegung setzt der Regierung Macron seit November zu. Bei ihren landesweiten Kundgebungen demonstriert sie gegen Steuer- und Preiserhöhungen sowie für eine verbesserte Kaufkraft der Franzosen. Ursprünglich hatte sich die Bewegung gegen hohe Spritpreise und die geplante Ökosteuer auf Diesel gerichtet. Später mischte sich in den Protest allgemeiner Unmut über die Politik der Regierung.

AFP

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