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Erste Migranten aus Mittelamerika erreichen Tijuana an US-Grenze

Nach einer einmonatigen Reise haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die Grenze der USA erreicht.

Migranten am US-Grenzzaun am Strand von Tijuana

Migranten am US-Grenzzaun am Strand von Tijuana

Nach einer einmonatigen Reise haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die Grenze der USA erreicht. Die ersten 350 Menschen aus dem Flüchtlingstreck trafen am Dienstag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana ein. In Kalifornien auf der anderen Seite der Grenze begannen US-Soldaten mit dem Aufbau von Betonbarrieren und Stacheldraht, an zwei Grenzübergängen wurden dafür mehrere Fahrspuren abgeriegelt.

Der Großteil des Flüchtlingstrecks befand sich am Dienstag allerdings noch 1800 Kilometer weiter südlich: Die Gruppe aus derzeit rund 5000 Menschen brach am Dienstagmorgen in der Stadt Guadalajara auf und wollte im Laufe des Tages zu Fuß und per Anhalter fast 400 Kilometer zurücklegen, um die Nacht im Staat Sinaloa an der mexikanischen Pazifikküste zu verbringen.

Am Dienstag war der Flüchtlingstreck genau einen Monat unterwegs. Seit ihrem Aufbruch in der Stadt San Pedro Sula in Honduras haben die derzeit rund 5000 Migranten mehr als 2000 Kilometer zurückgelegt. Nach Feiern war ihnen aber nicht zumute: "Wie können wir feiern, wenn wir kein Zuhause und keine Jobs haben, wenn wir müde und krank sind und uns Sorgen um unsere Zukunft machen?", sagte der 60-jährige Wilson Ramirez aus Honduras.

US-Präsident Donald Trump hat mehrfach vor einer "Invasion" der Migranten gewarnt und angekündigt, bis zu 9000 Soldaten an die südliche Landesgrenze zu verlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat für Mittwoch einen Besuch in der Grenzstadt McAllen im Bundesstaat Texas angekündigt.

AFP

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