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Erster Truppenbesuch Kramp-Karrenbauers im August in Jordanien und dem Irak

Die neue Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will noch im August die am Anti-IS-Einsatz beteiligten Bundeswehrsoldaten im Irak und in Jordanien besuchen.

Kramp-Karrenbauer mit Bundeswehrsoldaten

Kramp-Karrenbauer mit Bundeswehrsoldaten

Die neue Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will noch im August die am Anti-IS-Einsatz beteiligten Bundeswehrsoldaten im Irak und in Jordanien besuchen. Ihre erste Reise solle in die beiden Länder gehen, sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag bei einem Besuch des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Schwielowsee bei Potsdam. Die Bundeswehr unterstützt den Anti-IS-Einsatz in Syrien und im Irak vor allem mit Aufklärungsflügen von Jordanien aus.

Zudem dient der Einsatz der Bundeswehr innerhalb der internationalen Anti-IS-Koalition dem sogenannten Fähigkeitsaufbau des Irak, dem sogenannten "Capacity Building". Dafür bildet die Bundeswehr Sicherheitskräfte im Irak aus und berät diese. Das deutsche Kontingent für den Anti-IS-Einsatz umfasst aktuell rund 440 Soldaten.

Kramp-Karrenbauer sagte bei ihrem Besuch im Einsatzführungskommando, derzeit seien mehr als 3000 Soldatinnen und Soldaten in zwölf Einsätzen und fünf Missionen weltweit im Dienst. "Sie leisten einen Beitrag für Sicherheit und Stabilität und damit auch einen Beitrag für Frieden", sagte die Ministerin.

Der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr ist die Beteiligung an der Nato-geführten Mission "Resolute Support" in Afghanistan. Dort sind aktuell rund 1270 deutsche Soldaten im Einsatz. Im Mittelpunkt der Mission stehen die Ausbildung und Beratung afghanischer Sicherheitskräfte.

Kramp-Karrenbauer hatte bereits am Mittwochnachmittag ihren ersten Besuch einer Truppeneinheit absolviert. Im niedersächsischen Celle traf sie Feldwebel- und Unteroffiziersanwärter der Bundeswehr. Zuvor war sie im Bundestag vereidigt worden. Kramp-Karrenbauer hatte vor einer Woche Ursula von der Leyen (CDU) als Verteidigungsministerin abgelöst, nachdem diese zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden war.

AFP