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EU-Außenminister fordern "ungehinderten" Zugang für Hilfslieferungen in Syrien

Nach der durch Russland und die Türkei vereinbarten Feuerpause in der nordwestsyrischen Provinz Idlib hat die EU Zugang für Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung verlangt.

EU-Außenministertreffen in Zagreb

EU-Außenministertreffen in Zagreb

Nach der durch Russland und die Türkei vereinbarten Feuerpause in der nordwestsyrischen Provinz Idlib hat die EU Zugang für Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung verlangt. Die EU-Außenminister forderten die Konfliktparteien am Freitag in einer Erklärung "nachdrücklich" auf, "die ungehinderte Bereitstellung humanitärer Hilfe durch die internationale Gemeinschaft zu ermöglichen". Die EU-Kommission stellt demnach "weitere 60 Millionen Euro" für die Versorgung der Bevölkerung in Nordwest-Syrien zur Verfügung.

Der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten sich am Donnerstag auf eine Feuerpause für Idlib geeinigt. Moskau steht in dem Konflikt an der Seite der syrischen Regierungstruppen, deren Gegner werden teilweise von der Türkei unterstützt. Durch die Kämpfe der vergangenen Wochen sind nach UN-Angaben knapp eine Million Menschen in die Flucht getrieben worden.

Die EU-Außenminister nahmen die türkisch-russische Vereinbarung bei ihrem Sondertreffen im kroatischen Zagreb nun nur zur Kenntnis und begrüßten sie nicht ausdrücklich. Sie verlangten von den Konfliktparteien, einen "dauerhaften Waffenstillstand" und "den Schutz der Zivilbevölkerung am Boden und in der Luft zu gewährleisten". Hintergrund der zurückhaltenden Reaktion dürfte sein, dass ähnliche Vereinbarungen in der Vergangenheit nicht lange gehalten haben.

AFP

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