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EU-Energieminister beraten über Preisanstieg

Deutschland und andere EU-Länder lehnen Markteingriffe ab
Deutschland und andere EU-Länder lehnen Markteingriffe ab
© © 2021 AFP
Angesichts der massiven Preisanstiege bei Gas und Strom sind die EU-Energieminister am Dienstag zu einem Sondertreffen in Luxemburg zusammengekommen.

Angesichts der massiven Preisanstiege bei Gas und Strom sind die EU-Energieminister am Dienstag zu einem Sondertreffen in Luxemburg zusammengekommen. Es werde um das Funktionieren der Energiemärkte, Versorgungssicherheit und die Beschleunigung eines ökologischen Wandels gehen, sagte Energiekommissarin Kadri Simson vor dem Treffen. Energie-Staatssekretär Andreas Feicht, der für Deutschland an dem Treffen teilnimmt, sprach sich vorab für einen beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz aus.

Dies werde "die Importabhängigkeit der EU reduzieren und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft leisten", erklärte Feicht. Neben Deutschland hatten vorab acht weitere Länder den schnelleren Einsatz erneuerbarer Energien gefordert. Sie wiesen zudem einen Zusammenhang zwischen den EU-Klimaschutzplänen und dem Preisanstieg zurück und warnten vor wettbewerbsverzerrenden Markteingriffen.

Eine Ländergruppe um Spanien und Griechenland hingegen dringt auf ein abgestimmtes europäisches Vorgehen, etwa durch den gemeinsamen Kauf und die Speicherung von Erdgas. Diese Staaten konnten sich auf dem EU-Gipfel vergangene Woche jedoch nicht durchsetzen. Auch bei dem Sondertreffen in Luxemburg wird kein Beschluss erwartet.

AFP

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