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EU-Umfrage: Für neun von zehn Juden hat Antisemitismus zugenommen

Für neun von zehn Juden in Europa hat der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen.

Jüdischer Chanukka-Leuchter

Jüdischer Chanukka-Leuchter

Für neun von zehn Juden in Europa hat der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Europäischen Agentur für Grundrechte in zwölf EU-Staaten, die am Montag veröffentlicht wurde. Wie im europäischen Schnitt sagten in Deutschland 85 Prozent der Befragten demnach, dass Antisemitismus für sie "das größte soziale oder politische Problem" sei. Fast die Hälfte der deutschen Juden überlegte bereits auszuwandern.

Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans zeigte sich "zutiefst besorgt" über die Ergebnisse. "Es ist nötig, dass wir dieses Übel nachdrücklich und gemeinsam bekämpfen." Wenn Europa es nicht schaffe, dass sich Juden dort sicher fühlten, "hört es auf Europa zu sein". Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums nannte die in der Umfrage zum Ausdruck kommenden Haltungen "erschütternd".

Die Umfrage müsse "europaweit wachrütteln", erklärte der Zentralrat der Juden in Deutschland. "Antisemitismus als Normalfall – das darf Europa als Kontinent der Aufklärung nicht hinnehmen", forderte Zentralratspräsident Josef Schuster in Berlin. Er forderte die EU-Staaten auf, sie müssten sich "viel stärker als bisher im Kampf gegen Antisemitismus engagieren, um die Sicherheit jüdischen Lebens zu garantieren".

28 Prozent gaben in der Umfrage an, sie seien im vergangenen Jahr mindestens einmal belästigt worden, etwa über Hass- oder Drohmails oder durch beleidigende Kommentare in der Öffentlichkeit. In Deutschland gaben dies 41 Prozent der Befragen an und damit so viele wie nirgendwo anders.

Gut ein Drittel (34 Prozent) der Teilnehmer aus den zwölf EU-Ländern sagten, dass sie die Teilnahme an jüdischen Veranstaltungen vermeiden würden, weil sie sich nicht sicher fühlen. 38 Prozent spielten deshalb mit dem Gedanken auszuwandern. In Deutschland waren es sogar 44 Prozent - deutlich mehr als bei der letzten derartigen Umfrage von 2012, als dies 25 Prozent angaben.

Über die zwölf EU-Staaten hinweg übte eine Mehrheit der befragten Juden Kritik am Vorgehen ihrer Regierungen gegen Antisemitismus. 70 Prozent gaben an, dass dieses aus ihrer Sicht nicht wirksam sei. In Deutschland waren es 74 Prozent, in Polen 91 Prozent.

An der Umfrage der EU-Agentur für Grundrechte nahmen 16.500 Menschen über 16 Jahren teil, die sich als jüdisch bezeichnen. In Deutschland wurden 1233 Menschen befragt. Laut EU-Kommission leben in den einbezogenen zwölf EU-Staaten 96 Prozent aller europäischen Juden.

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, wertete die überdurchschnittlich häufigen antisemitischen Erfahrungen in Deutschland "vor dem Hintergrund unserer Geschichte" als "ganz besonders schwerwiegend". Weiter nannte es Klein in der "Bild"-Zeitung vom Montag "alarmierend", dass "als Juden erkennbare Menschen aus Angst vor Anfeindungen gewisse Gegenden nicht mehr betreten wollen".

Klein verwies dabei auch auf Angaben von Befragten, wonach viele antisemitische Taten einen muslimischen Hintergrund hätten, was Zuordnungen in der Polizeilichen Kriminalstatistik widerspricht. Der FDP-Politiker Stefan Ruppert forderte, die Erfassungskriterien der Kriminalstatistik hinsichtlich der Tätergruppen zu überprüfen. Möglicherweise werde die Rolle von Muslimen "erheblich unterschätzt".

AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(