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Europäische Unterzeichnerstaaten tagen zu Atomabkommen mit Iran

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sind in Brüssel zusammengekommen, um über die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran zu beraten.

Mogherini mit Irans Außenminister Sarif

Mogherini mit Irans Außenminister Sarif

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sind in Brüssel zusammengekommen, um über die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran zu beraten. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte am Mittwochabend, dass die EU das Abkommen trotz des US-Ausstiegs erhalten wolle und erwarte, dass auch der Iran weiter dazu stehe. Er äußerte dabei die Bereitschaft, über einen Ausgleich der "wirtschaftlichen Ausfälle" durch wiedereingeführte US-Sanktionen zu sprechen.

Der britische Außenminister Boris Johnson sagte, die EU mache sich "keine Illusionen zu Irans störendem Verhalten" in der Nahostregion und das iranische Raketenprogramm. Über diese Themen müsse aber außerhalb des mit Teheran gesprochen werden.

Die will verhindern, dass auch der Iran aus dem Abkommen aussteigt, das den Bau von Atomwaffen durch Teheran verhindern soll. Nach Gesprächen der Minister der drei europäischen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini ist ein Treffen mit Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif geplant.

Der Iran hatte den Europäern am Sonntag 60 Tage Zeit für Garantien gegeben. Dabei geht es auch um einen Ausgleich für wiedereingeführte US-Wirtschaftssanktionen gegen .

Die EU lotet derzeit aus, wie europäische Unternehmen sich weiter im Iran engagieren können, ohne selbst Ziel der Sanktionen zu werden. Mogherini und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sollen den Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel am Mittwochabend in Sofia dazu Optionen darlegen.

AFP

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