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Europawahl in Lettland, Malta und Slowakei hat begonnen

Am dritten Tag der Europawahl haben am Samstag die Wahllokale in Lettland, Malta und der Slowakei geöffnet, in Tschechien wurde die Wahl fortgesetzt.

Wähler in einem Wahllokal in Prag am Freitag

Wähler in einem Wahllokal in Prag am Freitag

Am dritten Tag der Europawahl haben am Samstag die Wahllokale in Lettland, Malta und der Slowakei geöffnet, in Tschechien wurde die Wahl fortgesetzt. Beobachter rechnen damit, dass die Slowakei mindestens einen rechtsextremen Abgeordneten ins Europaparlament wählen wird. In Tschechien gilt die populistische Partei ANO von Regierungschef Andrej Babis als Favorit.

Am Freitag war bereits in Irland und Tschechien gewählt worden. Den Anfang hatten am Donnerstag Großbritannien und die Niederlande gemacht. In den Niederlanden lagen einer ersten Prognose zufolge überraschend die Sozialdemokraten vorn. Aus Großbritannien wird es erst Sonntagnacht erste Wahlergebnisse geben. Auf der Insel hat die erst in diesem Jahr gegründete Brexit-Partei von EU-Gegner Nigel Farage Umfragen zufolge Aussichten auf einen Sieg.

In Deutschland und 20 weiteren EU-Ländern wird erst am Sonntag gewählt. Insgesamt sind in den 28 Mitgliedstaaten bis Sonntag 427 Millionen Bürger aufgerufen, die 751 Abgeordneten des Europaparlaments zu bestimmen. Offizielle Wahlergebnisse dürfen erst nach Ende der viertägigen Europawahl in allen Mitgliedstaaten am Sonntagabend veröffentlicht werden.

Insgesamt wird mit deutlichen Zugewinnen für die Rechtspopulisten und EU-Gegner in ganz Europa gerechnet. In Umfragen liegen die rechtspopulistischen und nationalistischen Parteien unter anderem in Frankreich, Italien und Ungarn vorn. Matteo Salvinis einwanderungsfeindliche italienische Lega könnte zahlreiche Sitze gewinnen. Marine Le Pen Nationale Sammlungsbewegung in Frankreich kann letzten Umfragen zufolge auf 24,5 Prozent der Stimmen hoffen.

Allerdings steht das erwartete starke Abschneiden der Rechtspopulisten nicht repräsentativ für den gesamten Staatenbund: In Spanien, Deutschland oder den baltischen Staaten etwa wird ein solider Rückhalt für die EU erwartet. Die bislang stärkste Fraktion im EU-Parlament, die Europäische Volkspartei (EVP), deren Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) die Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker antreten will, dürfte den Umfragen zufolge stärkste Fraktion bleiben, gefolgt von der sozialdemokratischen SPE und der liberalen Alde-Fraktion.

AFP

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