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Ex-UN-Botschafterin Haley: Tillerson und Kelly haben gegen Trump gearbeitet

Ranghohe US-Regierungsmitglieder haben nach Angaben der früheren UN-Botschafterin Nikki Haley gegen Präsident Donald Trump gearbeitet.

Damaliger US-Außenminister Tillerson und Haley

Damaliger US-Außenminister Tillerson und Haley

Ranghohe US-Regierungsmitglieder haben nach Angaben der früheren UN-Botschafterin Nikki Haley gegen Präsident Donald Trump gearbeitet. Der ehemalige Außenminister Rex Tillerson und Ex-Stabschef John Kelly hätten in ihrer Amtszeit Trumps Autorität untergraben und sie auch dafür gewinnen wollen, schreibt Haley laut "Washington Post" in ihrem am Dienstag erscheinenden Buch. Sie hätten ihr anvertraut, dass sie "nicht aufsässig" seien, wenn sie sich dem Präsidenten widersetzten, sondern dass sie versuchten, "das Land zu retten".

Der Ex-Minister und der Ex-Stabschef gaben Haley gegenüber demnach an, dass nicht die Entscheidungen des Präsidenten, sondern ihre eigenen "im besten Interesse Amerikas" seien. "Der Präsident weiß nicht, was er tut", erklärten sie ihrer Schilderung zufolge. Tillerson habe erklärt, dass Menschen sterben würden, wenn Trump nicht gezügelt werde.

Haley hatte den Posten als UN-Botschafterin der USA zum Jahreswechsel niedergelegt - anders als zahlreiche andere Verantwortliche aus dem Regierungsapparat ging sie im Guten. Der früheren Gouverneurin von South Carolina werden Ambitionen bei den Republikanern nachgesagt. Sie wird häufig als mögliche künftige Präsidentschaftskandidatin der Partei genannt.

Die "Washington Post" zitierte aus Haleys Buch "With All Due Respect" (zu deutsch: Bei allem nötigen Respekt). Darin stellt sich die frühere UN-Botschafterin hinter zahlreiche außenpolitische Entscheidungen von Trump, darunter die Rückzüge aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran und dem Pariser Klimaschutzabkommen. Sie übt aber auch Kritik am US-Präsidenten, etwa für dessen Umarmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem Treffen in Helsinki 2017.

In einem CBS-Interview sagte Haley am Sonntag, Regierungsmitglieder wie Kelly und Tillerson es waren, hätten die Pflicht, die Agenda des Präsidenten auszuführen. Wenn sie dies nicht könnten, müssten sie zurücktreten.

Der Ex-Stabschef Kelly verließ das Weiße Haus zum Jahreswechsel. Seine Beziehung zum Präsidenten galt zuletzt als zerrüttet. Tillerson war von Trump im März 2018 nach diversen Meinungsverschiedenheiten gefeuert worden - via Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zu den Vorwürfen Haleys äußerte sich Tillerson nicht. Er ließ eine entsprechende Anfrage der "Washington Post" unbeantwortet. Kelly erklärte, wenn es als Arbeit gegen Trump gewertet werde, wenn man den Präsidenten mit "den besten (...) Mitarbeiterratschlägen" aus der gesamten Regierung versorge, damit er eine "informierte Entscheidung" treffen könne, dann bekenne er sich "schuldig".

AFP

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