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Fast 40 Tote durch Lawinen im Osten der Türkei

Beim Versuch, Verschüttete aus Schneemassen zu bergen, sind im Osten der Türkei mehr als 30 Menschen selbst von einer Lawine getötet worden.

Bergungseinsatz in Van

Bergungseinsatz in Van

Beim Versuch, Verschüttete aus Schneemassen zu bergen, sind im Osten der Türkei mehr als 30 Menschen selbst von einer Lawine getötet worden. Am Unglücksort in der Provinz Van seien am Mittwoch die Leichen von 33 Einsatzkräften und Zivilisten gefunden worden, teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad mit. In dem am Vortag verschütteten Kleinbus, nach dem die Einsatzkräfte gesucht hatten, wurden fünf weitere Tote entdeckt.

Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte mit Blick auf die 38 Toten, die Opferzahl könne weiter steigen. Örtliche Medien berichteten, unter den Schneemassen in den Bezirken Bahcesaray und Catak könnten noch einige Menschen liegen. Im Fernsehen war zu sehen, wie Dutzende Menschen nach Verschütteten gruben.

Zunächst war am Dienstagabend eine Lawine niedergegangen. In einem dabei verschütteten Kleinbus starben fünf Menschen, außerdem seien acht Menschen verletzt worden. Nach zwei Verschütteten wurde weiter gesucht. Die Bilanz der zweiten Lawine fiel mit 33 Todesopfern und 53 Verletzten noch schlimmer aus.

Der Gouverneur der Provinz Van, Mehmet Emin Bilmez, sagte, trotz der schwierigen Wetterbedingungen werde der Such- und Rettungseinsatz fortgesetzt. 30 Menschen seien auf diese Weise gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden. Der Einsatz werde durch anhaltenden Schneefall erschwert.

Die türkische Katastrophenschutzbehörde hatte nach der ersten Lawine Dutzende Rettungskräfte an den Unglücksort geschickt. Sie wurden von örtlichen Polizisten und Feuerwehrleuten unterstützt. Örtlichen Medien zufolge beteiligten sich auch Anwohner an dem Einsatz.

Nach der erneuten Lawine entsandten Katastrophenschutzbehörde und türkisches Verteidigungsministerium aus Ankara eine Militärmaschine mit 75 Gendarmen und anderen Einsatzkräften in die Katastrophenregion. Der Sprecher von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, versicherte via Twitter, für die Lawinenregion würden "alle verfügbaren Mittel" mobilisiert.

Der EU-Botschafter in der Türkei, Christian Berger, sprach der Türkei ebenso sein Mitgefühl aus wie die US-Botschaft in Ankara.

Erst vergangenen Monat waren bei einem Erdbeben der Stärke 6,7 in der osttürkischen Provinz Elazig 41 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 1600 weitere verletzt worden.

AFP

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