HOME

FDP verpasst Einzug in Hamburger Bürgerschaft

Bei der Wahl in Hamburg hat die FDP den Einzug in die Bürgerschaft verpasst.

Die FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels auf einem Wahlplakat

Die FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels auf einem Wahlplakat

Bei der Wahl in Hamburg hat die FDP den Einzug in die Bürgerschaft verpasst. Wie aus dem am Montagabend veröffentlichten vorläufigen amtlichen Ergebnis hervorgeht, kamen die Liberalen bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag nur auf 4,9 Prozent und scheiterten damit an der Fünfprozenthürde. Die AfD schaffte dagegen mit 5,3 Prozent den Wiedereinzug und wird dem Landesparlament damit auch weiterhin angehören.

Bei der Wahl in der Hansestadt hatten die Regierungsparteien SPD und Grüne einen klaren Sieg errungen. Laut dem vorläufigen amtlichen Ergebnis kommen die Sozialdemokraten auf 39,2 Prozent und die Grünen auf 24,2 Prozent. Die CDU kommt demnach auf 11,2 Prozent und die Linke auf 9,1 Prozent.

Für die FDP hatte sich die Auszählung der Stimmen zur Zitterpartie entwickelt. Am Wahlabend hatte es aufgrund vorläufiger Zahlen noch so ausgesehen, als sei die FDP mit fünf Prozent knapp in die Bürgerschaft eingezogen.

Wie sich am Montag herausstellte, war es am Sonntagabend bei einer Schnellzählung in einem Wahllokal aber zu einer Verwechslung der Stimmen von FDP und Grünen gekommen, wodurch den Liberalen etwa 400 Stimmen zu viel gutgeschrieben wurden. Auch die AfD hatte in den ersten Hochrechnungen zunächst unter der Sperrklausel gelegen.

Aufgrund des komplizierten Wahlrechts der Hansestadt mit zehn Einzelstimmen pro Wähler wurde das vorläufige amtliche Ergebnis erst am Montag durch eine genaue Auszählung sämtlicher Stimmen ermittelt. Bei den Zahlen vom Sonntag handelte es sich nur um eine vereinfachte Auszählung der Zweitstimmen, die aufgrund des großen öffentlichen Interesses bereits vorab vorgenommen wurde.

AFP
Themen in diesem Artikel