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Flüchtlings-Rettungsschiff "Open Arms" darf spanischen Hafen ansteuern

Das von Italien abgewiesene Flüchtlings-Rettungsschiff "Open Arms" darf in einen spanischen Hafen einlaufen.

Die "Open Arms" vor der Küste von Lampedusa

Die "Open Arms" vor der Küste von Lampedusa

Das von Italien abgewiesene Flüchtlings-Rettungsschiff "Open Arms" darf in einen spanischen Hafen einlaufen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe angesichts der Notlage an Bord und der "unbegreiflichen" Blockadehaltung Italiens angeboten, dass das Schiff mit mehr als hundert Migranten an Bord im Hafen von Algeciras in Südspanien anlegen dürfe, teilte die Regierung in Madrid am Sonntag mit.

Das Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms harrt seit Tagen vor der italienischen Insel Lampedusa aus. Italiens rechtsradikaler Innenminister Matteo Salvini weigert sich strikt, das Schiff anlegen zu lassen, obwohl sich mehrere europäische Länder zur Aufnahme von Flüchtlingen von der "Open Arms" bereit erklärt haben.

Am Samstag ließ er nach langem Streit und nur widerwillig 27 unbegleitete Minderjährige von der "Open Arms" an Land gehen. 105 Erwachsene und zwei begleitete Minderjährige mussten aber an Bord bleiben.

Ein Teil der Flüchtlinge harrt bereits seit zwei Wochen auf dem kleinen Rettungsschiff aus. "Open Arms"-Kapitän Marc Reig hatte die Lage an Bord am Freitag als "explosiv" beschrieben. Es bestehe die Gefahr, dass sich Flüchtlinge ins Meer stürzten, um schwimmend das Land zu erreichen.

AFP

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