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Frankreich beschlagnahmt wegen Coronavirus Atemschutzmasken

Keine Masken mehr: Apotheke in Montpellier
Keine Masken mehr: Apotheke in Montpellier
© © 2020 AFP
Wegen der schnellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschlagnahmt der französische Staat sämtliche Bestände an Atemschutzmasken.

Wegen der schnellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschlagnahmt der französische Staat sämtliche Bestände an Atemschutzmasken. "Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken", verkündete Präsident Emmanuel Macron am Dienstag auf Twitter. Die Masken sollen nach seinen Angaben an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt werden. Die Regierung will damit auch weitere Hamsterkäufe verhindern.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Toten durch das Virus in Frankreich auf vier und die der Infizierten auf 204. Zuletzt sei das Virus bei einem gestorbenen 92-Jährigen in der Bretagne festgestellt worden, erklärte das Ministerium. Zuvor waren zwei weitere Franzosen sowie ein chinesischer Tourist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Am stärksten betroffen ist das Département Oise nördlich von Paris.

Aus dem Umfeld Macrons hieß es, die Beschlagnahme der Masken solle "die Bevölkerung beruhigen und zeigen, dass der Staat beim Krisenmanagement seiner Verantwortung gerecht wird". Bisher hat Frankreich aus seinen strategischen Reserven zehn Millionen Masken freigegeben, um sie über Apotheken im ganzen Land für Krankenhäuser und Ärzte zur Verfügung zu stellen, wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilte. Die französischen Gesamtreserven werden auf 160 Millionen Masken geschätzt.

In vielen Apotheken sind Schutzmasken derzeit ausverkauft. Manche Verkäufer bieten sie zu Höchstpreisen an, auch im Internet. Das französische Wirtschaftsministerium hatte deshalb zuvor eine Untersuchung angekündigt.

AFP

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