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Frankreichs Wirtschaftsminister ruft zur Stärkung der europäischen Raumfahrt auf

Logo der ESA
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© AFP
Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat dazu aufgerufen, die europäische Raumfahrt gegen Konkurrenz aus China und den USA zu verteidigen. "Am Ende unserer Diskussionen müssen wir eine gemeinsame europäische Raumfahrtpolitik haben und uns einig zeigen gegenüber chinesischen und amerikanischen Ambitionen", sagte er zum Auftakt des Ministertreffens der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) am Dienstag in Paris.

"Wenn wir unabhängig sein wollen, müssen wir Geld auf den Tisch legen", betonte Le Maire. Bei dem zweitägigen Treffen der Vertreter der 22 Mitgliedstaaten soll der Haushalt der ESA in Höhe von gut 18 Milliarden Euro für 2023 bis 2025 verabschiedet werden, ein Viertel mehr als in den vergangenen drei Jahren. 

Davon sind drei Milliarden Euro für die Beobachtung der Auswirkungen des Klimawandels und 3,3 Milliarden für den Transport ins Weltall, insbesondere für die Trägerrakete Ariane 6, vorgesehen. Für die Erforschung des Weltalls durch Roboter und Astronauten veranschlagt die ESA ebenfalls drei Milliarden Euro. 

Der Chef der Deutschen Raumfahrtagentur Walther Pelzer betonte die Notwendigkeit der Investitionen gerade in schwierigen Zeiten. "Wir  wollen, dass die Raumfahrt das Leben auf der Erde tatsächlich verbessert. Das ist zum Beispiel bei der  Erdbeobachtung mit Satelliten der Fall", sagte er dem "Spiegel". Dies sei für den Kampf gegen den Klimawandel wichtig. "Wir wollen auch die Kommerzialisierung der Raumfahrt voranbringen und mehr Wettbewerb wagen", sagte er. 

Deutschland, Frankreich und Italien, die bei der Entwicklung von Microlaunchern miteinander konkurrieren, betonten am Montag, dass die europäische Raumfahrt den institutionellen Raketenstarts weiter den Vorrang einräume. Zugleich solle aber auch der Weg für Microlauncher freigemacht werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Microlauncher sind kleinere Raketen, die die Möglichkeiten der etablierten größeren Trägerraketen ergänzen sollen.

Zum Abschluss der Ministertagung am Mittwoch sollen die künftigen Astronauten vorgestellt werden, unter ihnen voraussichtlich ein Franzose. 

AFP

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