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Französische Justiz ermittelt nach Hackerattacke gegen Macron

Nach dem Hackerangriff gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron hat die Justiz erste Ermittlungen eingeleitet.

Macron wurde Opfer einer Hacker-Attacke

Macron wurde Opfer einer Hacker-Attacke

Nach dem Hackerangriff gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron hat die erste Ermittlungen eingeleitet. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete ein vorläufiges Verfahren unter anderem wegen unbefugten Eindringens in Informationssysteme, wie am Sonntag aus informierten Kreisen verlautete. Ermittelt wird auch wegen einer Verletzung des Fernmeldegeheimnisses.

In der Nacht auf Samstag waren zehntausende interne Dokumente wie E-Mails und Abrechnungen von Macrons Bewegung "En Marche!" im Internet aufgetaucht. "En Marche!" sprach von einer "massiven und koordinierten Attacke" um "Zweifel und Desinformation zu säen". Teilweise seien auch gefälschte Dokumente veröffentlicht worden.

Macrons Wahlkampfteam, aber auch die französische Regierung hatten wiederholt vor einer russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahl gewarnt. Befürchtet wurde, dass Moskau zugunsten der Rechtspopulistin Marine Le Pen Einfluss nehmen könnte, die als russlandfreundlich gilt.

Macron und Le Pen standen sich am Sonntag in der Stichwahl gegenüber. Der Pro-Europäer war klarer Favorit gegen die Front-National-Kandidatin.

AFP