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Französische Justiz lässt russischen Milliardär unter strengen Auflagen frei

Nach seiner Festnahme am Montagabend im südfranzösischen Nizza ist der russische Politiker und Milliardär Suleiman Kerimow unter strengen Auflagen freigekommen.

Suleiman Kerimow (M.) 2012

Suleiman Kerimow (M.) 2012

Nach seiner Festnahme am Montagabend im südfranzösischen Nizza ist der russische Politiker und Milliardär Suleiman Kerimow unter strengen Auflagen freigekommen. Kerimow müsse seinen Pass abgeben, eine Kaution von fünf Millionen Euro hinterlegen und dürfe das Département Alpes-Maritimes nicht verlassen, teilte der zuständige Staatsanwalt, Jean-Michel Prêtre, in der Nacht zu Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Gegen Kerimow wurde demnach ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche eingeleitet.

Kerimow war am Montagabend beim Verlassen seines Flugzeugs in in Gewahrsam genommen worden. Das russische Unterhaus verabschiedete daraufhin eine Resolution, in der den französischen Behörden eine Verletzung von Kerimows diplomatischer Immunität gemäß der Wiener Konvention vorgeworfen wird. Der Kreml bestellte daraufhin am Mittwoch den französischen Gesandten in Moskau ein.

Kerimow ist im Besitz eines russischen Diplomatenpasses. Dieser schützt ihn nach Angaben des französischen Außenministeriums aber nur vor Strafverfolgung im Zusammenhang mit Verfehlungen in seinem Amt als Senator. Kerimow war aus privaten Gründen nach Nizza gereist und hatte dabei seinen Diplomatenpass nicht verwendet.

Der Milliardär soll unter falschem Namen mehrere Luxus-Anwesen am Cap d'Antibes in der Nähe von Cannes erworben haben. Aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen hieß es, Kerimow schulde dem französischen Fiskus Dutzende Millionen Euro.

Laut dem US-Magazin "Forbes" steht Kerimow auf der Rangliste der vermögendsten Russen auf Platz 21, sein Vermögen wird auf umgerechnet 5,4 Milliarden Euro geschätzt. Der 51-Jährige, der aus der Kaukasusrepublik Dagestan stammt, handelt mit Erdöl und Metallen.

AFP
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