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Französische Regierung geht weiter auf "Gelbwesten" zu

Als weitere Reaktion auf die "Gelbwesten"-Proteste legt die französische Regierung die ursprünglich zum 1. Januar geplante Anhebung der Kraftstoffsteuer für ein ganzes Jahr auf Eis.

Umweltminister Rugy

Umweltminister Rugy

Als weitere Reaktion auf die "Gelbwesten"-Proteste legt die französische Regierung die ursprünglich zum 1. Januar geplante Anhebung der Kraftstoffsteuer für ein ganzes Jahr auf Eis. Das sagte Umweltminister François de Rugy am Mittwoch dem Fernsehsender BFM TV. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, die Ökosteuer zunächst für sechs Monate und die Energiepreiserhöhung während der Wintermonate bis zum 1. März auszusetzen.

Regierungschef Edouard Philippe hatte das erste Einlenken der Regierung am Dienstag mit vier Todesfällen während der Proteste und den massiven Ausschreitungen in der Hauptstadt Paris vom Wochenende begründet, bei denen gut 260 Menschen verletzt worden waren.

Die seit Wochen demonstrierenden "Gelbwesten" fordern auch eine Anhebung von Renten und Mindestlohn. Zudem wird bei den Protesten immer stärker der Ruf nach einem Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron laut. In Frankreich wird die Krise als die schwerste seiner anderthalbjährigen Amtszeit gewertet.

AFP
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