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GDL ruft zu Streiks bei der Bahn bereits ab Dienstagabend auf

GDL-Sitz in Frankfurt
GDL-Sitz in Frankfurt
© © 2021 AFP
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen.

Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen. Wie GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main sagte, soll die erste Arbeitskampfmaßnahme bereits am Dienstagabend ab 19.00 Uhr im Güterverkehr beginnen, um 02.00 Uhr am Mittwochmorgen sollen dann Streiks im gesamten Personenverkehr und auch der Infrastruktur folgen. Dauern sollen die Arbeitskampfmaßnahmen demnach bis Freitagmorgen um 02.00 Uhr.

Weselsky gab zudem das Ergebnis der Urabstimmung der GDL bekannt - demnach stimmten 95 Prozent der Teilnehmenden für Arbeitskampfmaßnahmen. "Das ist mehr als wir erwartet haben", sagte Weselsky und erklärte zugleich die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert. Das zuletzt von der Arbeitgeberseite vorgelegte Angebot sei "für uns nicht verhandelbar". Nun werde die GDL "dazu gezwungen, in Arbeitskampfmaßnahmen einzutreten", um ein verbessertes Angebot zu bekommen.

Der GDL-Chef gab dem Management der Deutschen Bahn die Schuld für die Eskalation mitten in der Ferienzeit. "Wer den Arbeitnehmern in die Taschen greifen will und sich selbst schamlos bedient, hat eine Antwort verdient, wie wir sie geben werden", sagte Weselsky. Die Gewerkschaft sei sich ihrer Verantwortung bewusst. Jedoch: Es gebe "keinen günstigen Zeitpunkt" für einen Streik, "nicht mal nachts".

Gemessen an der Stimmung in der Belegschaft "könnte der Streik gar nicht lange genug dauern", fuhr der GDL-Bundesvorsitzende fort. Mit diesem Zeitfenster versucht die GDL nach eigenen Angaben jedoch, den Ferien- und Wochenendverkehr nicht zu stark zu beeinträchtigen. Weitere Streiks will die Gewerkschaft nun vom Verhalten der Arbeitgeberseite abhängig machen.

AFP

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