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GDL und Bahn setzen schwierige Tarifverhandlungen fort

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben am Donnerstag in Frankfurt am Main ihre schwierigen Tarifverhandlungen fortgesetzt.

GDL-Chef Weselsky (l.) mit Bahn-Personalvorstand Seiler

GDL-Chef Weselsky (l.) mit Bahn-Personalvorstand Seiler

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben am Donnerstag in Frankfurt am Main ihre schwierigen Tarifverhandlungen fortgesetzt. Beide Seiten gingen "optimistisch" in die Gespräche und hofften auf eine Einigung noch am Donnerstag. Bereits Mitte Dezember hatte die Bahn sich mit der Gewerkschaft EVG geeinigt - GDL-Chef Claus Weselsky schloss aber aus, sich einfach diesem Tarifabschluss anzuschließen.

Bahnvorstand Martin Seiler sagte vor Beginn der Verhandlungen in Frankfurt, er sei "durchaus optimistisch und zuversichtlich", dass beide Seiten zu Ergebnissen kämen. Dazu müssten sich aber auch alle Beteiligten "gemeinsam ins Zeug legen". Eine ganze Reihe von Punkten sei bereits geregelt, darunter die Zulagen für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit und die Gestaltung von Pausen. Am Donnerstag werde es um offene Punkte wie die Erreichbarkeit in der Freizeit gehen.

Auch Weselsky zeigte sich "optimistisch". Er sagte dem Sender SWR, zu einer Auseinandersetzung gehörten immer zwei und so sehe es nicht aus. "Deswegen gehen wir diesmal auch optimistisch in die Verhandlungen." Gleichwohl seien die noch offenen Punkte sehr kritisch.

Schon Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn sowohl mit der GDL als auch mit der Gewerkschaft EVG Tarifverhandlungen geführt. Die EVG hatte ihren Forderungen mit Warnstreiks Nachdruck verliehen, die GDL schloss zuletzt streikähnliche Maßnahmen zumindest nicht mehr aus. Mit der EVG einigte sich die Bahn schließlich Mitte Dezember auf eine Lohnerhöhung von insgesamt 6,1 Prozent in zwei Stufen und auf eine Einmalzahlung.

Weselsky wandte sich nun aber dagegen, sich einfach dem Tarifabschluss der EVG anzuschließen. Die GDL habe eine ganze Reihe eigener Arbeitszeit- und Zulagenforderungen, die auch Geld kosteten. Verhandlungsbedarf gebe es unter anderem bei der Frage des Rechts darauf, in der Freizeit nicht dienstlich kontaktiert zu werden, bestätigte Weselsky.

AFP