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Gebeine von Spaniens früherem Diktator Franco werden exhumiert

Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod ist am Donnerstag mit der Exhumierung der sterblichen Überreste des früheren spanischen Diktators Francisco Franco begonnen worden.

Francos Mausoleum bei Madrid

Francos Mausoleum bei Madrid

Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod ist am Donnerstag mit der Exhumierung der sterblichen Überreste des früheren spanischen Diktators Francisco Franco begonnen worden. Sein Leichnam werde nun umgebettet, teilte die spanische Regierung am Vormittag mit. Francos Grab in seinem Mausoleum nahe Madrid wurde im Beisein seiner Familie geöffnet.

Der Leichnam des 1975 gestorbenen Diktators soll anschließend per Hubschrauber zum staatlichen Friedhof von Pardo gebracht und dort bestattet werden. Auf dem Friedhof 20 Kilometer nördlich von Madrid ist bereits Francos Frau beerdigt.

Über die letzte Ruhestätte für den früheren Diktator war in Spanien lange gestritten worden. Das Oberste Gericht des Landes hatte vergangenen Monat eine Berufung von Francos Angehörigen gegen die Exhumierung zurückgewiesen. Sein monumentales Mausoleum im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen), das der Diktator selbst hatte bauen lassen, war seit Jahren eine Pilgerstätte für Rechtsextreme.

Der Umgang mit der Franco-Diktatur spaltet das Land bis heute. Spaniens sozialdemokratischer Regierungschef Pedro Sánchez setzte sich seit seinem Amtsantritt im Juni 2018 dafür ein, den Leichnam umzubetten. Franco dürfe nicht länger "verherrlicht" werden, argumentierte Sánchez. Die Umbettung sei "ein großer Sieg der Würde, der Erinnerung, der Gerechtigkeit, der Wiedergutmachung und damit der spanischen Demokratie", sagte der Ministerpräsident am Mittwoch.

Franco war als Sieger aus dem Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 zwischen seinen rechten Putschisten und den Anhängern der republikanischen Regierung hervorgegangen; er regierte Spanien bis zu seinem Tod am 20. November 1975 mit harter Hand.

AFP