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Gewalttätiger Mann tötet drei Polizisten in Frankreich

Mann tötet drei Polizisten in Einsatz um häusliche Gewalt
Mann tötet drei Polizisten in Einsatz um häusliche Gewalt
© © 2020 AFP
Drei tote Polizisten und ein verletzter - ein Einsatz wegen häuslicher Gewalt ist in Frankreich eskaliert.

Drei tote Polizisten und ein verletzter - ein Einsatz wegen häuslicher Gewalt ist in Frankreich eskaliert. Ein 48-jähriger Sportschütze feuerte in der Nacht zu Mittwoch in einem Weiler bei Saint-Just im Zentrum Frankreichs auf die Polizisten, als diese seiner Lebensgefährtin zur Hilfe kommen wollten. Der Täter wurde später tot aufgefunden. Präsident Emmanuel Macron würdigte die getöteten Polizisten als "Helden".

Innenminister Gérald Darmanin nannte den toten Schützen einen "Amokläufer". Zu den Umständen seines Todes machte er bei einem Besuch vor Ort keine Angaben. Aus dem Umfeld des Ministers hieß aber, der Mann habe sich selbst getötet.

Regierungsangaben zufolge rief die Frau die Polizei, weil ihr Mann erneut gewalttätig geworden war. Zwei Beamte trafen daraufhin bei dem Haus in dem abgelegenen Dorf Cros im Verwaltungsbezirk Puy-de-Dôme ein. Einer von ihnen wurde von dem 48-Jährigen erschossen. Der andere trug eine Schussverletzung am Bein davon und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der Täter steckte dann sein Haus in Brand, auf dessen Dach sich seine verängstigte Partnerin geflüchtet hatte. Er feuerte auf weitere eintreffende Gendarmen und tötete zwei von ihnen, wie die Staatsanwaltschaft in Clermont-Ferrand mitteilte. Die Frau und ihr Kind konnten von weiteren Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden.

Der Schütze konnte flüchten. Nach einer nächtlichen Großfahndung mit rund 300 Sicherheitskräften und Hubschraubern wurde der Mann schließlich tot aufgefunden. Nach Angaben des Innenministers waren auch Eliteeinheiten der Gendarmerie im Einsatz.

Frankreichs Präsident Macron erklärte, die Polizisten hätten "ihr Leben eingesetzt", um eine Frau zu retten, die "Opfer von Gewalt in der Ehe" geworden sei. "Sie sind unsere Helden", schrieb Macron über die Gendarmen auf Twitter. Die Polizisten waren 21, 37 und 45 Jahre alt und hinterlassen ihre Frauen und insgesamt vier Kinder.

In Frankreich waren im vergangenen Jahr 146 Femizide gezählt worden - also Tötungen von Frauen durch ihre Lebenspartner.

AFP

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