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Göring-Eckardt fordert Gründung von Expertengremium zu Corona-Maßnahmen

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Gründung eines speziellen wissenschaftlichen Gremiums zur Beratung der Bundesregierung beim weiteren Vorgehen in der Corona-Krise gefordert.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Gründung eines speziellen wissenschaftlichen Gremiums zur Beratung der Bundesregierung beim weiteren Vorgehen in der Corona-Krise gefordert. Dieser Rat solle mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen besetzt sein und über den Sommer ein Gutachten erarbeiten, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe in einem am Montag veröffentlichen Interview.

In dem Gutachten solle der Pandemierat Empfehlungen dafür vorlegen, "mit welchen Maßnahmen zielgenau und wirksam ein erneutes unkontrollierbares Anwachsen der Infektionszahlen und schwere gesundheitliche, ökonomische und soziale Folgen in den nächsten Monaten verhindert werden können", sagte die Grünen-Politikerin. Das Gutachten müsse anschließend im Bundestag diskutiert werden.

Es sei ein Fehler, dass in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern nicht längst ein unabhängiges interdisziplinäres wissenschaftliches Beratungsgremium geschaffen worden sei, das die Pandemie und ihre Folgen "laufend und aus umfassender Perspektive beurteilt", kritisierte Göring-Eckardt.

Sie forderte außerdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, noch vor dem Sommer über ihre weitere Strategie im Umgang mit der Krise zu informieren. "Statt chaotischer Einzelmaßnahmen brauchen wir eine fundierte Gesamtanalyse und eine offene, sachliche Debatte über die weitere Strategie im Umgang mit dem Virus", mahnte die Fraktionsvorsitzende.

AFP

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