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Grüne treffen sich in Sachsen zu informellem Gespräch mit CDU

Die sächsischen Grünen wollen sich nach der Landtagswahl in den kommenden Tagen zu einem ersten informellen Gespräch mit der CDU-Spitze treffen.

Michael Kretschmer und Katja Meier am Wahlabend

Michael Kretschmer und Katja Meier am Wahlabend

Die sächsischen Grünen wollen sich nach der Landtagswahl in den kommenden Tagen zu einem ersten informellen Gespräch mit der CDU-Spitze treffen. Der Landesvorstand habe am Montagabend einstimmig beschlossen, die Einladung von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu einem Vorgespräch anzunehmen, teilte die Partei am Dienstag in Dresden mit.

An dem Gespräch werden die beiden grünen Spitzenkandidaten Katja Meier und Wolfram Günther teilnehmen sowie von CDU-Seite neben Kretschmer der CDU-Fraktionschef im Landtag, Christian Hartmann. Zeit und Ort sollen nicht bekannt gegeben werden. Am Samstag entscheidet dann der Landesparteirat der Grünen über die Aufnahme möglicher Sondierungsgespräche mit CDU und SPD.

Kretschmer hatte nach der Landesvorstandssitzung am Montagabend gesagt, in ersten Gesprächen solle geprüft werden, ob es eine Basis für weitere Treffen und eine weitere Zusammenarbeit gebe. Auch der SPD-Landesvorstand gab bereits einstimmig grünes Licht für die Aufnahme von Sondierungsgesprächen zur Bildung einer schwarz-grün-roten Koalition.

Bei der Landtagswahl in Sachsen war die CDU am Sonntag trotz erheblicher Verluste stärkste Kraft geworden. Weil auch der bisherige Koalitionspartner SPD auf ein historisch schlechtes Ergebnis abstürzte, hat die bisherige schwarz-rote Koalition von Ministerpräsident Kretschmer keine Mehrheit mehr.

Ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen gilt als einzige mehrheitsfähige Option. Es werden allerdings schwierige Gespräche erwartet, unter anderem wegen der Differenzen in der Verkehrspolitik oder bei der Geschwindigkeit des Kohleausstiegs in der Lausitz.

Der Landesvorstand der sächsischen FDP übernahm unterdessen die Verantwortung für die Wahlniederlage der Partei. Die Liberalen waren mit 4,5 Prozent am Einzug in den Landtag gescheitert. Der Landesvorstand um Spitzenkandidat Holger Zastrow will auf einem Landesparteitag Anfang November zurücktreten.

AFP