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Grundstein für neue Moschee in Erfurt gelegt

In Erfurt ist am Dienstag der Grundstein für den Bau einer neuen Moschee gelegt worden.

Proteste gegen den Moscheeneubau

Proteste gegen den Moscheeneubau

In Erfurt ist am Dienstag der Grundstein für den Bau einer neuen Moschee gelegt worden. Das Gotteshaus der Ahmadiyya-Gemeinde mit Kuppel und Zierminarett wird im Erfurter Ortsteil Marbach errichtet und ist der erste Moscheeneubau in Thüringen. "Für mich gehört eine Moschee zu unserer Gesellschaft, ebenso wie eine Kirche oder eine Synagoge", erklärte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Ramelow nahm neben Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) auch selbst an der Zeremonie teil.

Dutzende Islamgegner protestierten am Rande der Grundsteinlegung gegen die Errichtung der Moschee. Zu der Kundgebung aufgerufen hatten die sogenannte Bürgerbewegung Pax Europa, die vor einer Islamisierung Europas warnt, und die örtliche Bürgerbewegung Erfurt zeigt Gesicht.

Gegen den Moscheeneubau gibt es seit Jahren Proteste. Unbekannte legten im vergangenen Jahr auf dem Gelände in Marbach auf Holzpfähle aufgespießte Scheinekadaver ab. Zudem errichteten Islamgegner, als deren Fürsprecher auch die AfD auftritt, große Holzkreuze auf einem Nachbargrundstück.

Die ursprünglich in Indien entstandene Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als friedliche islamische Erneuerungsbewegung. Sie hat in Deutschland nach eigenen Angaben rund 40.000 Mitglieder und bundesweit etwa 50 Moscheen sowie 225 Gemeinden. Die islamische Gemeinschaft ist als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt.

AFP