HOME

Guaidó: Bereits erste Hilfslieferung aus Brasilien in Venezuela angekommen

In Venezuela ist nach Angaben des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó eine erste Hilfslieferung aus dem Ausland eingetroffen.

Guaidó mit Hilfskonvoi an Kolumbiens Grenze

Guaidó mit Hilfskonvoi an Kolumbiens Grenze

In Venezuela ist nach Angaben des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó eine erste Hilfslieferung aus dem Ausland eingetroffen. Eine Lieferung mit Hilfsgütern sei aus Brasilien über die Grenze nach Venezuela gelangt, teilte Guaidó am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Das ist ein großer Erfolg, Venezuela!", schrieb Guaidó.

Unterdessen gab es in einer weiteren venezolanischen Grenzstadt gewaltsame Zusammenstöße zwischen der Armee und Demonstranten, welche die Grenze nach Kolumbien passieren und Hilfsgüter nach Venezuela holen wollten. Die Soldaten hinderten im ostvenezolanischen San Antonio del Táchira hunderte Demonstranten mit Tränengas daran, auf die Simon-Bolívar-Brücke an der Grenze zu gelangen.

Auch an der Brücke zwischen der venezolanischen Stadt Ureña und dem kolumbianischen Nachbarort Cúcuta drängte die Armee hunderte Menschen zurück. Auf Geheiß von Guaidó setzten sich in Cúcuta mindestens zehn Lastwagen mit jeweils knapp 20 Tonnen Hilfsgütern in Bewegung.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, trafen im Zentrum von San Antonio del Táchira bewaffnete Männer auf Motorrädern ein. Es waren Schüsse zu hören.

Der inzwischen von mehr als 50 Ländern anerkannte Interimspräsident Guaidó hatte die Hilfslieferungen vorab für diesen Samstag angekündigt. Die meisten Hilfsgüter stehen in Cúcuta bereit. Die Lebensmittel und Medikamente sollen von tausenden Freiwilligen an bedürftige Venezolaner verteilt werden. In dem südamerikanischen Land herrscht trotz seines Ölreichtums eine Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen.

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro lehnt die Hilfslieferungen strikt ab. Er prangert sie als Vorwand an, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werden solle. Am Freitag schloss seine Regierung große Teile der Grenze zu Kolumbien, nachdem Guaidó trotz eines Ausreiseverbots ein Benefizkonzert auf der kolumbianischen Seite der Grenze besucht hatte.

AFP

Das könnte sie auch interessieren