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Guaidó und Maduro rufen zu neuen Protesten in Venezuela auf

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Stromausfalls in Venezuela haben Oppositionsführer Juan Guaidó und der umstrittene Präsident Nicolás Maduro für Samstag zu neuen Protesten aufgerufen.

"Licht für Venezuela" steht auf dem Schild einer Demonstrantin

"Licht für Venezuela" steht auf dem Schild einer Demonstrantin

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Stromausfalls in Venezuela haben Oppositionsführer Juan Guaidó und der umstrittene Präsident Nicolás Maduro für Samstag zu neuen Protesten aufgerufen. "Das Licht ist aus, wir müssen aktiv werden", sagte der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó am Mittwoch. Präsident Maduro appellierte im Gegenzug an seine Anhänger, ebenfalls am Samstag auf die Straße zu gehen.

Der großflächige Stromausfall dauerte am Mittwoch den dritten Tag in Folge an. Zu seinem Ausmaß macht die Regierung keine Angaben. Nutzer sozialer Netzwerken berichten jedoch, 21 der 23 Bundesstaaten seien betroffen.

Zuletzt scheiterte der Versuch, die Stromversorgung für die Stadt Caracas wiederherzustellen. Wie die Regierung mitteilte, kam es am Mittwochmorgen zu einem erneuten Ausfall. Schulen und Behörden sollen darum auch am Donnerstag geschlossen bleiben.

Kommunikationsminister Jorge Rodríguez sagte, die Versorgung von Caracas sei gerade wieder hergestellt gewesen, als es zu einem neuen Stromausfall gekommen sei. Er sagte, die nötige Technik sei "durch Terrorismus beschädigt" worden.

Die Maduro-Regierung wirft den USA und der Opposition vor, für die Probleme verantwortlich zu sein. Maduros Gegner machen dagegen mangelnde Investitionen in die Infrastruktur, Missmanagement sowie Korruption verantwortlich.

Stromausfälle sind in Venezuela keine Seltenheit. Allerdings hatten die jüngsten Blackouts ein noch nie dagewesenes Ausmaß. Anfang März hatte ein großflächiger Stromausfall eine Woche lang das öffentliche Leben lahmgelegt.

AFP

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