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Guillaume Faury folgt Tom Enders an der Spitze von Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus hat den Eintritt in einer neuen Ära eingeläutet. Am Mittwoch sollte der Franzose Guillaume Faury offiziell den Chefposten vom Deutschen Tom Enders übernehmen.

Guillaume Faury im Februar 2019

Guillaume Faury im Februar 2019

Der Flugzeugbauer Airbus hat den Eintritt in einer neuen Ära eingeläutet. Am Mittwoch sollte der Franzose Guillaume Faury offiziell den Chefposten vom Deutschen Tom Enders übernehmen. Geplant war, den Steuerknüppel während der Hauptversammlung des deutsch-französischen Konzerns in Amsterdam zu übergeben.

Bei der Versammlung bekräftigte Verwaltungsratschef Denis Ranque, dass er seine Funktion im kommenden Jahr aufgibt. Ihm nachfolgen soll demnach der frühere Chef der Deutschen Telekom, René Obermann. Deutschland und Frankreich teilen die Führungspositionen bei Airbus traditionell untereinander auf.

Der gelernte Ingenieur Faury, bisher Nummer zwei im Konzern, steht vor einer Reihe großer Herausforderungen für den Flugzeugbauer. Die immer noch ungewisse Entwicklung des Brexit könnte die über Jahrzehnte gewachsenen Lieferketten in Europa beeinträchtigen. Außerdem drohte zuletzt US-Präsident Donald Trump den Europäern mit milliardenschweren Strafzöllen wegen ihrer Subventionen für Airbus. Hintergrund ist der bereits seit Jahren schwelende Streit über jeweilige Staatsbeihilfen für die beiden Flugzeugbauer Airbus und den US-Konkurrenten Boeing.

Auf der anderen Seite sind die Auftragsbücher bei Airbus gut gefüllt: Derzeit gibt es Aufträge über 7350 Passagierflugzeuge - genug, um die Werke des Konzerns bei den gegenwärtigen Produktionsraten für ein knappes Jahrzehnt auszulasten. Mitte Februar hatte der Konzern allerdings das Aus für den Airbus A380 angekündigt, der einst als Erfolgsgeschichte und Lösung für chronisch überlastete Flughäfen galt. Wegen fehlender Nachfrage wird die Produktion des größten Passagierflugzeugs der Welt eingestellt.

AFP