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Hamas ruft wegen Trumps Israel-Plänen zu "neuer Intifada" auf

Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat die radikalislamische Hamas-Bewegung zu einem neuen Palästinenseraufstand aufgerufen.

Trumps Jerusalem-Entscheidung empört die arabische Welt

Trumps Jerusalem-Entscheidung empört die arabische Welt

Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat die radikalislamische Hamas-Bewegung zu einem neuen Palästinenseraufstand aufgerufen. Auf die von den USA unterstützte "zionistische Strategie" gebe es als alleinige Antwort eine "neue Intifada", sagte Hamas-Führer Ismail Hanija am Donnerstag in einer Rede im Gazastreifen. Das Palästinensergebiet steht unter Kontrolle der Hamas. Israel stockte derweil sein Militär im Westjordanland auf.

Trump hatte am Mittwoch mit der jahrzehntelangen Nahostpolitik seines Landes radikal gebrochen und in einer Rede im Weißen Haus Jerusalem offiziell als Hauptstadt anerkannt. Zugleich wies er das US-Außenministerium an, sofort mit den Vorbereitungen für den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu beginnen.

Der sprach von einem "lange überfälligen" Beschluss, betonte jedoch gleichzeitig, dass seine Entscheidung das Engagement seines Landes für einen "dauerhaften Frieden" in Nahost nicht in Frage stelle. Mit Ausnahme Israels kritisierten Politiker aus aller Welt diesen Schritt. Viele warnten vor einem neuen Flächenbrand im Nahen Osten.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lobte am Donnerstag erneut die Entscheidung des US-Präsidenten. Trumps Name sei damit "für immer mit der Geschichte unserer Hauptstadt verknüpft", sagte er.

AFP