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Hanauer Innenstadt wird für Trauerfeier nach rassistischem Anschlag abgeriegelt

Zur Trauerfeier für die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau wird die dortige Innenstadt am Mittwoch aus Sicherheitsgründen weiträumig abgeriegelt. Das teilte die Stadt Hanau am Dienstag mit.

Trauer um die Opfer von Hanau

Trauer um die Opfer von Hanau

Zur Trauerfeier für die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau wird die dortige Innenstadt am Mittwoch aus Sicherheitsgründen weiträumig abgeriegelt. Das teilte die Stadt Hanau am Dienstag mit. Zu der offiziellen Trauerfeier werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) erwartet. Auch Angehörige werden sprechen.

Aufgrund des großen öffentlichen Interesses werde die Stadt die offiziellen Feierlichkeiten auf zwei Plätzen live übertragen, teilte die Verwaltung mit. Der Platz bei der eigentlichen Trauerfeier sei zu begrenzt für die große Nachfrage und vor allem für die Verwandten der Opfer vorgesehen. Der Hessische Rundfunk wird die Veranstaltung außerdem live übertragen.

Die Trauerfeier stehe unter dem Motto "Die Opfer waren keine Fremden" und sei "ein Zeichen der ehrenvollen Anteilnahme für die Opfer des rassistischen Anschlags", teilte die hessische Stadt weiter mit. Insgesamt werden rund 650 geladene Gäste erwartet.

Der 43-jährige Tobias R. hatte am 19. Februar in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln aus rassistischen Gründen getötet. Nach seinen Angriffen auf Bars und einen Kiosk wurden er und seine 72-jährige Mutter später zu Hause tot aufgefunden.

Der Anschlag löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über eine Neubewertung des von Rechtsextremisten ausgehenden Gefährdung aus. Bundesweit wurde in der Folge die Polizeipräsenz verstärkt.

AFP

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