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Heftige Zusammenstöße nach Tod von Frau in Regensburger Flüchtlingsunterkunft

Nach dem Tod einer jungen Frau in einer Flüchtlingsunterkunft ist es in Regensburg zu heftigen Zusammenstößen zwischen Bewohnern und der Polizei gekommen.

Flüchtlingsunterkunft in der Regensburger Zeißstraße

Flüchtlingsunterkunft in der Regensburger Zeißstraße

Nach dem Tod einer jungen Frau in einer Flüchtlingsunterkunft ist es in Regensburg zu heftigen Zusammenstößen zwischen Bewohnern und der Polizei gekommen. Nach Polizeiangaben wurden Beamte und Rettungshelfer von Bewohnern "bedrängt und angegriffen", als sie am Samstagvormittag nach einem Notruf in der Flüchtlingsunterkunft eintrafen. Der Rettungsdienst habe dort den Tod einer jungen Frau festgestellt. Zu den Todesursachen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Die Stimmung unter den Bewohnern des so genannten Ankerzentrums in der Regensburger Zeißstraße habe sich dermaßen "aufgeheizt", dass die Leiche zunächst nicht geborgen werden konnte, erklärte ein Polizeisprecher. Er sprach von einer "hohen Emotionalisierung" unter den Bewohnern. Nachrückende Polizisten seien mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen worden. Die Polizei sei mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen.

Gegen Mittag habe der Leichnam der Frau geborgen und in ein Bestattungsinstitut gebracht werden können. Der Einsatz werde sukzessive zurückgefahren. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todesfalls hielten an, weitere Details sollen im Laufe des Nachmittags veröffentlicht werden.

Bei der betroffenen Unterkunft handelt es sich um ein so genanntes Ankerzentrum. Das Wort Anker steht in diesem Fall für "Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung und Rückführung". Ziel dieser Einrichtungen ist es, Asylverfahren zu beschleunigen. In den Zentren werden Asylbewerber für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht.

AFP