HOME

Hilfsorganisationen warnen vor Ausbreitung von Coronavirus in Syrien

Hilfsorganisation warnen vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Syrien - vor allen in den umkämpften Gebieten im Norden des Landes.

Flüchtlingslager in der Provinz Idlib

Flüchtlingslager in der Provinz Idlib

Hilfsorganisation warnen vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Syrien - vor allen in den umkämpften Gebieten im Norden des Landes. Das syrische Gesundheitssystem sei womöglich nicht darauf vorbereitet, "eine Epidemie festzustellen und zu bekämpfen", sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag.

Vor allem in der Provinz Idlib, wo die medizinische Infrastruktur weitgehend zerstört ist und rund drei Millionen Flüchtlinge in immer kleinere Gebiete gedrängt werden, ist das Risiko demnach groß.

In Idlib gehen die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad mit russischer Unterstützung seit Dezember massiv gegen die letzten Hochburgen islamistischer Milizen vor. Eine kürzlich zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Provinz Idlib scheint jedoch vorerst zu halten.

Bisher wurden aus Syrien keine Coronavirus-Fälle gemeldet. Die WHO, die über die Grenze zur Türkei Hilfslieferungen nach Idlib bringt, schult nach Angaben des Sprechers aber bereits medizinisches Personal und bereitet Labore in Idlib und Ankara vor, um Coronavirus-Tests vornehmen zu können.

Auch die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) befürchtet eine Ausbreitung des Virus in Idlib. Ein Ausbruch wäre "verheerend" für die tausenden Menschen, deren Gesundheitszustand schon jetzt durch Nahrungs- und Wassermangel sowie die Kälte geschwächt sei, sagte Sprecherin Misty Buswell. Die Hilfsorganisation arbeitet demnach mit örtlichen Stellen zusammen, um einen Virus-Ausbruch zu verhindern.

AFP

Das könnte sie auch interessieren