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Höhere Strafe für Syrer wegen Entführung von UN-Mitarbeiter

Wegen Beteiligung an einer Entführung in Syrien ist ein 28-jähriger Syrer vom Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Justitia

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Wegen Beteiligung an einer Entführung in Syrien ist ein 28-jähriger Syrer vom Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Gericht erhöhte im Revisionsprozess damit am Mittwoch die zunächst verhängte Strafe gegen den Mann, wie ein Sprecher mitteilte. Der Angeklagte soll im Jahr 2013 als Wache und als Elektriker einer islamistischen Organisation dabei geholfen zu haben, den Mitarbeiter der UN-Mission auf den Golanhöhen in Geiselhaft zu halten.

Auf diese Weise wollte die Gruppe Lösegeld in Höhe von sieben Millionen Dollar erpressen. Dem UN-Mitarbeiter, der im Prozess als Nebenkläger auftrat, gelang nach einem halben Jahr die Flucht aus der Geiselhaft.

Der Angeklagte wurde bereits im September vom OLG Stuttgart zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht stufte ihn damals nur als Helfer, nicht aber als Mittäter ein. Dagegen legte die Bundesanwaltschaft Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ein, der stattgegeben wurde.

Der BGH entschied im August, dass der Angeklagte unter anderem wegen Kriegsverbrechen und schwerer Freiheitsberaubung in drei Fällen schuldig zu sprechen sei. Dem folgte das Oberlandesgericht mit dem Urteil.

Die Bundesanwaltschaft hatte in dem zweiten Verfahren eine Strafe nicht unter sechs Jahren gefordert. Die Verteidigung war mit ihrer Forderung von drei Jahren und zehn Monaten unter dem ersten Urteil geblieben.

AFP

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