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Hofreiter fordert von Konzernen mehr Verantwortung für soziale und ökologische Probleme

Vor dem Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos hat Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter die Konzerne aufgerufen, "mehr Verantwortung bei der Lösung sozialer und ökologischer Probleme" zu

Anton Hofreiter

Anton Hofreiter

Vor dem Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos hat Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter die Konzerne aufgerufen, "mehr Verantwortung bei der Lösung sozialer und ökologischer Probleme" zu übernehmen. "Wer in Zeiten von Populismus und brennender ökologischer Krisen nur an die kurzfristige Gewinnmaximierung denkt, der sägt am Ast, auf dem er sitzt", sagte Hofreiter der Nachrichtenagentur AFP.

"Immer neue Meldungen über millionenschwere Steuertricks, enorme Lohnungleichgewichte oder Umweltschutz ausbremsenden Lobbyismus sind Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt", warnte Hofreiter. "Dafür fehlt manchen Unternehmensspitzen immer noch das Bewusstsein."

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) findet von Dienstag bis Freitag im Wintersportort Davos in den Schweizer Alpen statt. An dem jährlichen Treffen nehmen hunderte Vertreter der globalen Politik- und Wirtschaftselite teil.

Hofreiter forderte an die Teilnehmer der Konferenz gerichtet eine "stärkere Demokratisierung" der Wirtschaft. "Dass beispielsweise die Bildung von Betriebsräten in manchen Firmen immer noch auf Gegenwehr stößt und Mitarbeiter eingeschüchtert werden, ist ein Unding", sagte der Grünen-Politiker. Betriebliche Mitbestimmung und das demokratische Engagement in Unternehmen müssten viel einfacher werden.

Hofreiter rief die Konzerne zudem auf, die Standpunkte von Bürgern und Nichtregierungsorganisationen "schon vorab in ihre Unternehmensentscheidungen" einzubeziehen. "Auch dem WEF würde mehr Transparenz und die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen gut tun", kritisierte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag.

AFP

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