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Hongkonger Aktivist: Merkel soll sich für Demokratiebewegung einsetzen

Einer der Mitorganisatoren der Proteste in Hongkong hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich bei ihrem Besuch in China für die Demokratiebewegung in der Sonderverwaltungszone

Chinas Ministerpräsident Li empfängt Merkel in Peking

Chinas Ministerpräsident Li empfängt Merkel in Peking

Einer der Mitorganisatoren der Proteste in Hongkong hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich bei ihrem Besuch in China für die Demokratiebewegung in der Sonderverwaltungszone einzusetzen. Der Aktivist Wong Yik Mo sagte am Freitag im Deutschlandfunk, weil Merkel früher in der DDR gelebt habe, könne sie sich ein Leben in einer Stadt mit Polizeigewalt und ohne Freiheit "sehr gut vorstellen".

Merkel solle Chinas Präsident Xi Jinping überzeugen, "Hongkong nicht kaputt zu machen, weil es schädlich wäre für Hongkong, für China, für Deutschland und für die ganze Welt", forderte Wong. Er forderte Merkel auf, bei ihrer China-Reise auch Hongkong zu besuchen, um mit den Demonstranten dort zu reden. "Am dritten Tag könnte sie nach Hongkong kommen, um mit uns zu reden, uns zu treffen und zu sehen, was ist in Hongkong los."

Merkel war am Freitagmorgen in Peking eingetroffen. Sie traf zum Auftakt ihres Besuch zunächst mit Ministerpräsident Li Keqiang zusammen, der sie an der Großen Halle des Volkes mit militärischen Ehren empfing. Am frühen Abend (Ortszeit, 11.30 Uhr MESZ) trifft die Kanzlerin, die von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet wird, Präsident Xi.

AFP