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Hunderte demonstrieren in London gegen Besuch von US-Präsident Trump

Mehrere hundert Menschen haben am Donnerstagabend in London lautstark gegen den Großbritannien-Besuch von US-Präsident Donald Trump demonstriert.

Demonstration gegen Trump in London

Demonstration gegen Trump in London

Mehrere hundert Menschen haben am Donnerstagabend in London lautstark gegen den Großbritannien-Besuch von US-Präsident Donald Trump demonstriert. "Donald Trump ist nicht willkommen", skandierten die Teilnehmer, die sich nahe der Residenz des US-Botschafters im Regent's Park versammelt hatten. Die Demonstranten machten mit Trillerpfeifen, Megaphonen, Kochtöpfen Krach und schrien ihre Kritik an Trumps Politik heraus.

"Wie viele Kinder hast Du heute in einen Käfig gesperrt?", riefen sie mit Blick auf den Umgang der US-Behörden mit Kindern illegal eingereister Migranten an der Grenze zu Mexiko. Die Demonstranten hielten kurz inne, um einem Tonmitschnitt von weinenden Kindern anzuhören. Auf Schildern standen Parolen wie "Rassist", "Sperrt ihn ein" und "Hau ab". Als ein Hubschrauber abhob, um Trump zu einem Abendessen mit Premierministerin Theresa May und Wirtschaftsvertretern in Blenheim nahe Oxford zu bringen, buhte die Menge.

Der US-Präsident war am Donnerstag vom Brüsseler Nato-Gipfel kommend mit Ehefrau Melania in London eingetroffen. In der Botschafter-Residenz in London werden die Trumps die Nacht zum Freitag verbringen. Danach werden sie die britische Hauptstadt bereits wieder verlassen: Am Freitag wird May Trump auf ihrem Landsitz Chequers empfangen, anschließend ist ein Besuch bei Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor geplant. Von Freitagabend bis Sonntag werden die Trumps in Schottland sein - vermutlich in ihrem Luxus-Golfclub Turnberry.

Der Trump-Besuch wird von mehreren Demonstrationen begleitet. Die größte davon dürfte am Freitag am Londoner Trafalgar Square stattfinden, dort werden zehntausende Teilnehmer erwartet. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat seine Teilnahme angekündigt. Er betonte, dass die Demonstration alles andere als antiamerikanisch sei. "Die meisten, die demonstrieren werden, lieben die USA, so wie ich", erklärte er. Aber eine besondere Beziehung zu unterhalten, bedeute auch, zu sagen, wenn "wichtige Werte in Gefahr" seien.

AFP

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