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Hunderte Migranten ziehen von Mexiko-Stadt in Richtung USA weiter

Der Flüchtlingstreck aus Zentralamerika ist am Freitag von Mexiko-Stadt in Richtung USA weitergezogen.

Migranten unterwegs in der U-Bahn von Mexiko-Stadt

Migranten unterwegs in der U-Bahn von Mexiko-Stadt

Der Flüchtlingstreck aus Zentralamerika ist am Freitag von Mexiko-Stadt in Richtung USA weitergezogen. Von den mehr als 5500 Migranten, die in einem Sportzentrum der mexikanischen Hauptstadt übernachtet hatten, setzten zunächst allerdings nur einige hundert ihren Marsch fort, wie AFP-Reporter berichteten. Die größtenteils aus Honduras stammenden Flüchtlinge wurden in U-Bahn-Waggons ohne Haltestopps bis an die Grenze des Bundesstaats Mexiko gebracht.

Von dort aus sollte es zu Fuß bis zur Autobahn nach Querétaro in Zentralmexiko weitergehen. Diese Route war am Donnerstagabend bei einer Versammlung der am Mittwoch eingetroffenen Migranten vereinbart worden. Allerdings war deren Versuch gescheitert, über das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) 150 Busse zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Migranten sollten daher einen Tag länger bleiben, wie die Menschenrechtskommission von Mexiko-Stadt nach Gesprächen mit der Leitung des Flüchtlingszugs mitteilte.

"Wir gehen, weil wir nicht länger warten können", sagte die 32-jährige Honduranerin Socorro Díaz, die mit ihren beiden Kindern im Alter von vier und sieben Jahren unterwegs ist. "Während wir hungern und frieren, werden wir mit Versprechen über Busse belogen", fügte sie hinzu.

Nach Angaben der Leiterin der Menschenrechtskommission, Nashieli Ramírez, kommen mehr als vier Fünftel der in Mexiko-Stadt eingetroffenen Migranten aus Honduras. Weitere Herkunftsländer sind Guatemala, Nicaragua, El Salvador, Panama und Costa Rica. Zwei weitere am 13. Oktober in Honduras gestartete Flüchtlingszüge mit jeweils etwa 2000 Menschen aus Zentralamerika wollen ebenfalls in die USA gelangen.

US-Präsident Donald Trump hatte vor den Zwischenwahlen zum Kongress vom Dienstag Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht. Er entsandte rund 4800 Soldaten an die mexikanische Grenze, um die vor Armut und Kriminalität in ihren Heimat geflohenen Menschen zu stoppen. Das US-Heimatschutzministerium kündigte am Donnerstag an, künftig sollten nur noch Menschen Asyl beantragen können, die an einem offiziellen Grenzübergang in die USA einreisen.

AFP

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