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IG Metall fordert wegen Digitalisierung mehr Anstrengungen zur Weiterbildung

Die IG Metall hat die Unternehmen aufgerufen, angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt mehr für die Weiterbildung der Beschäftigten zu tun.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann

Die IG Metall hat die Unternehmen aufgerufen, angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt mehr für die Weiterbildung der Beschäftigten zu tun. Mehr Geld und Zeit für Qualifizierung seien notwendig, um für digitale Arbeitsformen und Geschäftsfelder gerüstet zu sein, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann bei einer Mai-Kundgebung am Dienstag in Kassel.

"Erkennbar ist, dass die Industrie bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu wenig tut", sagte der IG-Metall-Chef. "Das ist fatal angesichts der Transformation, in der unsere Branchen stehen." Deshalb müssten die Betriebsräte ein Initiativrecht für betriebliche Weiterbildung bekommen, mit dem sie verbindliche Maßnahmen einfordern können.

Der diesjährige Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie zeige aber auch, dass die Arbeitswelt der Zukunft von den Gewerkschaften erfolgreich gestaltet werden könne. "Wir haben gemeinsam mit den Belegschaften in unseren Betrieben mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit erstritten. So geht echter gesellschaftlicher Fortschritt."

In der aktuellen Diskussion zu den Außenhandelsüberschüssen Deutschlands sagte Hofmann: "Nicht weniger Export, sondern mehr Import aufgrund steigender Inlandsnachfrage ist der richtige Weg." Und den hätten die DGB-Gewerkschaften mit den bis jetzt vorliegenden Tariferhöhungen "kräftig unterstrichen". Das bringe mehr Gerechtigkeit in die Verteilung zwischen Arbeit und Kapital und auch eine ausgeglichenere Handelsbilanz.

Die diesjährigen Mai-Kundgebungen stehen unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit". Die zentrale Veranstaltung mit DGB-Chef Reiner Hoffmann findet am Mittag in Nürnberg statt.

AFP

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