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Illegale Jagd auf Elefanten in Afrika rückläufig

Die illegale Jagd auf Elefanten in Afrika ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, doch die Art ist weiter stark bedroht.

Waldelefanten in Gabun

Waldelefanten in Gabun

Die illegale Jagd auf Elefanten in Afrika ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, doch die Art ist weiter stark bedroht. Seit 2011 habe sich die Zahl der getöteten Tiere mehr als halbiert, hieß es am Dienstag in einem Bericht der internationalen Artenschutzkonferenz Cites. 2018 töteten Wilderer demnach 15.000 Elefanten, während es acht Jahre zuvor noch 40.000 Tiere waren.

Dennoch könne keine Entwarnung gegeben werden, sagte der Biologe und Co-Autor der Cites-Studie, Colin Beale. Setze sich die derzeitige Entwicklung fort, drohe der Afrikanische Elefant "praktisch ausgerottet" zu werden. Er könne dann nur noch in kleinen, stark geschützten Gebieten überleben.

Zwar gehe die Wilderei insgesamt zurück, doch werde noch immer zuviel gejagt, sagte Beale, der an der Universität von New York forscht. Besonders schlimm sei die Wilderei derzeit in West- und Zentralafrika.

Die Experten fürchten besonders um die Waldelefanten, den kleineren Verwandten des Savannen-Elefanten. Der Bestand der Waldelefanten im Kongo-Becken sei schätzungsweise in den vergangenen 15 Jahren um 65 Prozent dezimiert worden.

Die Gesamtpopulation der Elefanten in Afrika wird auf rund 500.000 Tiere geschätzt. Vor rund hundert Jahren waren es noch zwölf Millionen auf dem Kontinent.

Ihr Bestand ist vor allem durch die anhaltende Nachfrage nach Elfenbein in Asien und insbesondere in China bedroht. Daran konnte auch ein Verbot des internationalen Elfenbeinhandels aus dem Jahr 1990 nichts ändern. Zudem wird der natürliche Lebensraum der Elefanten durch Landwirtschaft und Städtebau zerstört.

"Wir müssen die Nachfrage in Asien senken und die Lebenssituation von Menschen verbessern, die mit Elefanten leben", forderte Beale.

AFP
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