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Im Prozess um Mord an Kim-Halbbruder verurteilte Frau soll am 3. Mai freikommen

Eine im Prozess um den Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verurteilte Vietnamesin kommt nach Angaben ihres Anwalts am 3. Mai frei.

Vietnamesin Doan Thi Huong

Vietnamesin Doan Thi Huong

Eine im Prozess um den Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verurteilte Vietnamesin kommt nach Angaben ihres Anwalts am 3. Mai frei. Die Gefängnisverwaltung in Malaysia habe zugesichert, dass die Freilassung von Doan Thi Huong für den 3. Mai angesetzt sei, sagte Anwalt Salim Bashir der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. Es sei davon auszugehen, dass die 30-Jährige dann umgehend nach Hanoi ausgeflogen werde.

Huong und die Indonesierin Siti Aisyah hatten seit Oktober 2017 wegen der Ermordung von Kim Jong Nam vor Gericht gestanden. Ihnen wurde vorgeworfen, im Februar 2017 den Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers am Flughafen von Kuala Lumpur mit dem Nervengift VX beschmiert zu haben. Kim Jong Nam starb kurz darauf.

Beide Frauen beteuerten stets, sie seien mit einer List von nordkoreanischen Spionen zu der Aktion gebracht worden. Sie hätten geglaubt, es handele sich um einen Scherz für eine Fernsehsendung.

Mitte März ließ die malaysische Staatsanwaltschaft überraschend die Vorwürfe gegen Siti Aisyah fallen. Die 27-Jährige wurde daraufhin freigelassen und kehrte in ihr Heimatland zurück. Huong wurde zu mehr als drei Jahren verurteilt - gerechnet ab ihrer Festnahme im Februar 2017 -, die Mordvorwürfe wurden aber abgeschwächt. Anfang April hatte einer ihrer Verteidiger bereits gesagt, er gehe angesichts der in Malaysia üblichen Verkürzungen von Gefängnisstrafen von einer Freilassung Anfang Mai aus.

AFP