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In Niedersachsen zeichnet sich eine schwächere Wahlbeteiligung ab

Ein Wähler wirft in Hannover seinen Stimmzettel ein.
Ein Wähler wirft in Hannover seinen Stimmzettel ein.
© AFP
Bei der Landtagswahl in Niedersachsen haben bis zum Sonntagnachmittag weniger Menschen ihre Stimme abgegeben als vor fünf Jahren. Bis 16.30 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 48,3 Prozent, teilte die Landeswahlleitung in Hannover unter Berufung auf Umfragen in ausgewählten Wahlbezirken mit, in denen Briefwahlstimmen noch nicht berücksichtigt waren. Bei der Wahl 2017 betrug der Wert um 16.30 Uhr 53,38 Prozent. In Umfragen vor der Wahl war der SPD ein knapper Sieg vorhergesagt worden.

Die Landtagswahl in Niedersachsen mit seinen knapp 6,1 Millionen Wahlberechtigten gilt auch für die Bundesparteien als letzter großer politischer Stimmungstest des Jahres. Derzeit regiert in Hannover eine große Koalition aus SPD und CDU unter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Weil und sein Konkurrent von der CDU, der stellvertretende Ministerpräsident Bernd Althusmann, gaben am späten Vormittag ihre Stimme ab. Weil wählte in Hannover, Althusmann in Südergellersen bei Lüneburg. Beide wurden von ihren jeweiligen Ehefrauen zum Wahlbüro begleitet. 

In den Umfragen führte zuletzt die SPD. Sie kam in den Erhebungen auf 31 bis 33 Prozent, die CDU lag bei 28 bis 30 Prozent. Verglichen mit ihrem Wahlergebnis von 2017 müssten SPD und CDU den Erhebungen zufolge aber mit Stimmverlusten rechnen und könnten sogar historisch schlechte Resultate einfahren.

Die Grünen wurden in den Umfragen bei 16 Prozent gesehen, während die AfD zwischen neun und elf Prozent verortet wurde. Das wäre für beide Parteien eine deutliche Steigerung und für die Grünen möglicherweise ein Rekordergebnis. Die FDP musste laut Umfragen mit etwa fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die Linke wurde bei drei bis vier Prozent gesehen.

Nach der Wahl würde Weil am liebsten mit den Grünen zusammen regieren, mit denen die niedersächsische SPD bereits von 2013 bis 2017 in einer Koalition auf Landesebene war.

AFP

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