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In Zentralafrika erschossene russische Journalisten wurden nicht gefoltert

Die drei in der Zentralafrikanischen Republik getöteten russischen Journalisten sollen von Banditen erschossen, aber nicht gefoltert worden sein.

Die drei Journalisten wurden bei Recherchen getötet

Die drei Journalisten wurden bei Recherchen getötet

Die drei in der Zentralafrikanischen Republik getöteten russischen Journalisten sollen von Banditen erschossen, aber nicht gefoltert worden sein. Bei ersten Untersuchungen örtlicher Mediziner seien keine Anzeichen für Folter, sondern nur Schusswunden gefunden worden, sagte Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, am Donnerstag in Moskau. Nach Angaben der zentralafrikanischen Regierung habe es sich bei den Angreifern um "Turban tragende Banditen" gehalten.

Der Vorfall ereignete sich laut zentralafrikanischen und russischen Quellen in der Nacht zu Dienstag in der Nähe von Sibut im Zentrum des Landes. Der erfahrene Kriegsreporter Orchan Dschemal, sein Kollege Alexander Rastogujew und der Kameramann Kirill Radtschenko waren am 27. Juli eingereist, "um Bilder über die Aktivitäten des privaten Militär-Unternehmens Wagner zu drehen", erklärte das Zentrum für Investigationsmanagement auf seiner Facebook-Seite.

Eine neunköpfige Gruppe Bewaffneter habe die Journalisten überfallen, erklärte der zentralafrikanische Regierungssprecher Ange Maxime Kazagui in einer von der Organisation Reporter ohne Grenzen veröffentlichten Stellungnahme. Demnach sprachen die Angreifer keine der beiden Amtssprachen Sango oder Französisch.

Laut Regierungserklärung habe einer der Journalisten sich heftig widersetzt, als die bewaffneten Männer ihre Ausrüstung stehlen wollten. Einer der drei starb demnach sofort, die anderen beiden erlagen später ihren Verletzungen. Die Aussagen stammen von dem Fahrer des russischen Teams, der bei dem Angriff zwar verletzt wurde, aber überlebte.

Die zentralafrikanische Justiz, russische Behörden und die UN-Mission in Zentralafrika (Minusca) haben Ermittlungen zu den drei Todesfällen gestartet. Regierungssprecher Kazagui teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, eine Ermordung der russischen Journalisten durch einer bewaffneten Gruppierung angehörige Straßenräuber sei "sehr plausibel".

Im April starb bereits der russische Investigativjournalist Maxim Borodin, der zu Aktivitäten der Söldnertruppe Wagner in Syrien recherchierte. Er stürzte von seinem Balkon im fünften Stock eines Hauses in Russlands viertgrößter Stadt Jekaterinburg. Die Ermittler sprachen von einem "unglücklichen Vorfall".

Private militärische Kampfgruppen sind in Russland offiziell verboten. 2014 wurden zwei Männer zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie ehemalige Militärangehörige für eine Söldnertruppe zum Einsatz ein Syrien rekrutiert hatten. Nach Angaben der Internetseite Fontanka, welche die Rolle privater Sicherheitsfirmen im Syrienkonflikt dokumentiert, ging aus dieser Söldnertruppe die Gruppe Wagner unter Führung des früheren russischen Geheimdienstoffizier Dmitri Utkin hervor.

Utkin und die Gruppe Wagner tauchen auf einer schwarzen Liste des US-Finanzministeriums auf, weil sie Soldaten in die Ost-Ukraine geschickt haben sollen, um an der Seite der pro-russischen Separatisten zu kämpfen. Laut Fontanka sind Wagner-Söldner seit Ende 2015 in Syrien auf Seiten von Syriens Machthaber Baschar al-Assad aktiv.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern und trotz eines entsprechenden Gesetzes wurde Utkin bisher in Russland nicht rechtlich für sein Engagement belangt. Stattdessen wurde er im Dezember 2016 in Moskau ausgezeichnet - laut Kreml als Veteran.

Wichtigster Finanzier der Gruppe ist Medienberichten zufolge der Unternehmer und Putin-Verbündete Jewgeni Prigoschin aus St. Petersburg. Prigoschin steht wegen mutmaßlicher Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 mithilfe sogenannter Internet-Trolle ebenfalls auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums.

AFP

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