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Inhaftierter PKK-Führer Öcalan erhält im Gefängnis Besuch von seinem Bruder

Der in der Türkei inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hat nach dem Hungerstreik einer prokurdischen Abgeordneten Besuch von seinem Bruder bekommen dürfen.

Demonstrant mit Öcalan-Porträt

Demonstrant mit Öcalan-Porträt

Der in der Türkei inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hat nach dem Hungerstreik einer prokurdischen Abgeordneten Besuch von seinem Bruder bekommen dürfen. Abdullah Öcalan habe am Samstag zum ersten Mal seit zwei Jahren seinen Bruder Mehmet getroffen, teilte die Ko-Vorsitzende der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP), Pervin Buldan, im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Der PKK-Führer war demnach "bei guter Gesundheit".

Öcalan war 1999 festgenommen worden, der 55-Jährige sitzt in einem Gefängnis auf einer Insel nahe Istanbul eine lebenslange Haftstrafe ab. Die seit Januar 2018 inhaftierte HDP-Abgeordnete Leyla Güven war am 8. November in einen Hungerstreik getreten, um gegen Öcalans Haftbedingungen zu protestieren. Ihr Zustand verschlechterte laut HDP derart, dass sie in Lebensgefahr schwebe. Laut HDP befinden sich landesweit mehr als 150 Häftlinge wegen Öcalans Isolationshaft im Hungerstreik.

Öcalans Neffe, der Abgeordnete Ömer Öcalan, bestätigte das Treffen von Mehmet und Abdullah Öcalan im Imrali-Gefängnis. Der PKK-Führer sitzt demnach weiterhin in Isolationshaft. "Als seine Familie fordern wir, dass für Öcalan die selben Regeln gelten wie für andere Häftlinge", sagte der Neffe. Er habe demnach "das Recht, seine Familie jede Woche zu sehen."

Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist verboten. Sie wird von der Türkei wie auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

AFP

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